Zwischenevaluation des ETH-Bereichs

Alle vier Jahre wird der ETH-Bereich durch eine Gruppe von nationalen und internationalen Expertinnen und Experten im Auftrag des Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) eingehend evaluiert.

Die Expertenkommission macht sich zuerst ein Bild vom ETH-Bereich, indem sie den vom ETH-Rat und den Institutionen des ETH-Bereichs erstellten, umfassenden Selbstevaluationsbericht (Self-Assessment Report, ausschliesslich in englischer Sprache) und ergänzende Dokumente zu Aktivitäten, Prozessen und Ressourcen sichtet. Danach führt die Expertenkommission während einer Woche Gespräche mit Schlüsselakteuren des ETH-Rats und der Institutionen – inklusive z.B. Vertretungen von Dozierenden und Studierenden – und befragt Stakeholder des ETH-Bereichs aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik.

Im Bericht der Expertenkommission halten die Expertinnen und Experten ihren Eindruck vom ETH-Bereich anschliessend fest und sprechen Empfehlungen aus. In der Stellungnahme des ETH-Rats geht dieser auf die Empfehlungen der Expertenkommission ein und verabschiedet seinerseits Aktionslinien mit denen er zusammen mit den Institutionen des ETH-Bereichs die Empfehlungen in den kommenden Jahren angehen wird.

Der Bericht der Expertenkommission und die Stellungnahme des ETH-Rats fliessen in die Ausarbeitung der Strategischen Ziele des Bundesrates für den ETH-Bereich für die nächste vierjährige BFI-Periode ein.

Zwischenevaluation 2023

Der ETH-Rat dankt der mit der Zwischenevaluation 2023 beauftragten Expertenkommission für ihre gründliche Untersuchung des ETH-Bereichs und seiner Institutionen. Die Untersuchung der aktuellen Stärken und Schwächen sowie der produktive Austausch und die anregenden Diskussionen resultierten in zukunftsweisenden Empfehlungen, die zugleich hilfreich und herausfordernd sind. Die Umsetzung dieser Empfehlungen unterstützt den ETH-Bereich bei seiner Entwicklung im Interesse des Schweizer Bildungs- und Forschungssektors, der Wirtschaft und der Gesellschaft.

Der ETH-Rat ist erfreut über die Gesamtbeurteilung durch die Expertinnen und Experten bezüglich der aussergewöhnlichen Qualität der Institutionen des ETH-Bereichs. Der ETH-Rat begrüsst ausserdem die Tatsache, dass die Expertinnen und Experten seit der letzten Zwischenevaluation im Jahr 2019 erhebliche Fortschritte festgestellt haben. Auch ist er sich der Notwendigkeit bewusst, seine laufenden Überlegungen darüber fortzusetzen, wie die Leistung und die Wirkung des ETH-Bereichs optimal weiter gesteigert werden können und wie künftige Herausforderungen anzugehen sind.

Der ETH-Rat betrachtet es als entscheidend, dass die Institutionen des ETH-Bereichs ihre Fähigkeit wahren, mit den besten Institutionen weltweit mitzuhalten und dass sie das Flaggschiff des Schweizer Bildungs-, Forschungs- und Innovationssektors (BFI) bleiben. Durch ihre Exzellenz in Lehre, Forschung und Wissens- und Technologietransfer (WTT) steigern die Institutionen des ETH-Bereichs die Attraktivität des Schweizer BFI-Sektors sowie den Wohlstand und die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Gesellschaft und Wirtschaft.

Bibliometrische Studie

Wie im Mandat für die vorliegende Zwischenevaluation des ETH-Bereichs festgehalten, hat der ETH-Rat eine bibliometrische Studie über die Institutionen des ETH-Bereichs in Auftrag gegeben. Zum fünften Mal in Folge wurde die Analyse vom Center for Science and Technology Studies (CWTS) an der Universität Leiden, Niederlande, durchgeführt.

Insgesamt waren Forschende der Institutionen des ETH-Bereichs zwischen 2009 und 2020 an 136 535 Publikationen beteiligt. Der durchschnittliche Zitationswert lag weit über dem globalen Durchschnitt (MNCS>1,59), und rund 20 % der Publikationen des ETH-Bereichs gehörten zu den 10 % der weltweit am häufigsten zitierten Publikationen (PP[Top10%]>18%). Zwischen 2009 und 2020 wurden 79 % der Publikationen der Institutionen des ETH-Bereichs in Zusammenarbeit mit mindestens einer anderen Organisation veröffentlicht. Insgesamt waren 67 % der Publikationen das Ergebnis internationaler Kollaborationen. Ausländische Institutionen, die mit dem ETH-Bereich gemeinsam publizieren, finden sich vor allem in den USA (20 % der Publikationen), Deutschland (18 %), dem Vereinigten Königreich (12 %), Frankreich (11 %) und Italien (9 %). Fast 60% der Publikationen aus dem ETH-Bereich sind frei zugänglich (Open Access). Insgesamt ist der Impact von Open-Access-Publikationen über den gesamten Betrachtungszeitraum höher als der von geschlossenen Publikationen.

Zusätzlich zu einem Bericht für den gesamten ETH-Bereich hat CWTS die bibliometrische Leistung jeder einzelnen Institution des ETH-Bereichs detailliert untersucht.

Bibliometric study of the ETH Domain

Bibliometric study of ETH Zurich

Bibliometric study the EPFL

Bibliometric study of PSI

Bibliometric study of Empa

Bibliometric study of the WSL

Bibliometric study of Eawag