Innovative Internettechnologie für den gesamten ETH-Bereich

Der ETH-Rat begrüsste an seiner Sitzung vom 9./10. März 2022 den erfolgreichen Abschluss des Projekts «SCION für den ETH-Bereich». Bei SCION handelt es sich um ein sicheres, schnelles und zuverlässiges Internet, das an der ETH Zürich entstanden ist. Auf Antrag des Präsidenten des ETH-Rats wurde auch das erfreuliche Ergebnis der Lohngleichheitsanalyse 2020 zur Kenntnis genommen. Alle sechs Institutionen haben die erforderlichen Kriterien der Analyse mit Erfolg bestanden. Zudem entschied der ETH-Rat über die Mittelzuteilung für das Jahr 2023 und verabschiedete die konsolidierte Berichterstattung für das Jahr 2021, die nun dem Bundesrat vorgelegt wird.

Sicheres Internet namens SCION in allen Institutionen des ETH-Bereichs

Die an der ETH Zürich entwickelte Netzwerktechnologie SCION steht für «Scalability, Control, and Isolation On Next-Generation Networks». Im Kern ermöglicht SCION eine hochwertige, sichere und zuverlässige Internetverbindung. Neben einer vollen Kontrolle darüber, welchen Pfaden die Daten durchs Netz folgen, gewährleistet diese neue Internetarchitektur auch eine vertrauliche und hochverfügbare Kommunikation. Ende 2018 hatte der ETH-Rat beschlossen, SCION im gesamten ETH-Bereich einzuführen. Unter der Federführung von Prof. Adrian Perrig und unter Beteiligung seiner beiden Professorenkollegen Peter Müller und David Basin wurde das Projekt «SCION für den ETH-Bereich» in enger Zusammenarbeit mit dem ETH-Spin-off Anapaya nach einer Laufzeit von zweieinhalb Jahren im Juni 2021 erfolgreich abgeschlossen. Das Projekt SCION geht weiter und kommt in verschiedenen Bereichen zum Einsatz. Mittlerweile findet diese neuartige Technologie auch ausserhalb des ETH-Bereichs Anwendung. Beispielsweise nutzen sie bereits mehrere Schweizer Banken und andere Finanzinstitute. Auch das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) macht für seine Kommunikation mit der Schweizer Botschaft in Südkorea davon Gebrauch. Weitere Botschaften werden sich dem anschliessen. Gleichzeitig stösst SCION auch im Schweizer Gesundheitswesen und in der Telekommunikationsbranche auf Anklang.

Lohngleichheitsanalyse 2020

Am 1. Juli 2020 trat die Revision des Gleichstellungsgesetzes (GIG) in Kraft. Seitdem sind Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitenden verpflichtet, eine Lohngleichheitsanalyse durchzuführen, diese von einer unabhängigen Stelle überprüfen zu lassen und die Mitarbeitenden über das Ergebnis zu orientieren. Der ETH-Bereich führte bereits vor der gesetzlichen Verpflichtung solche Lohngleichheitsanalysen freiwillig durch, die immer bestätigt haben, dass im ETH-Bereich Frauen und Männer gleich entlöhnt werden.
Im Jahre 2020 führte PwC bei den Institutionen des ETH-Bereichs eine Analyse der Lohngleichheit nach der wissenschaftlich und rechtlich anerkannten Methode EQUAL-SALARY durch. Die Analyse wurde im Jahr 2021 durch die BDO AG überprüft und bestätigt das gute Resultat der Lohngleichheitsanalyse von 2015. Der Lohnunterschied zwischen Mann und Frau lag bei den Institutionen zwischen 2,0% zugunsten der Männer und 1,4% zugunsten der Frauen: ETH Zürich: -1,2%, EPFL: -0,1%, PSI: -2,0%, WSL: -1,2%, Empa: -1,2%, Eawag: +1,4%. All diese Werte liegen weit innerhalb der gemäss Bund zulässigen Toleranzschwelle von 5%.

Mittelzuteilung für 2023

Dem ETH-Bereich stehen für das Jahr 2023 Bundesmittel von voraussichtlich 2’731 Millionen Franken zur Verfügung. Den definitiven Beschluss zum Budget 2023 wird das Parlament im Dezember 2022 fassen. Der grösste Teil der Bundesmittel, nämlich 2’563 Millionen Franken, kommen den beiden Hochschulen ETH Zürich und EPFL sowie den vier Forschungsanstalten PSI, WSL, Empa und Eawag für den Betrieb und die Umsetzung der Entwicklungspläne zu Gute. Die restlichen Mittel sind für vom ETH-Rat zentral geplante Vorhaben reserviert. Bei der Mittelzuteilung berücksichtigt der ETH-Rat neben den Leistungen die Lastfaktoren und die strategischen Vorhaben der Institutionen. Beim Faktor «Leistung» werden die unterschiedlichen Missionen und deren Umsetzung durch die Institutionen des ETH-Bereichs einbezogen. Zu den «strategischen Vorhaben» gehören unter anderem die Investitionen in Datenwissenschaften und künstliche Intelligenz, Quantenforschung, Cybersecurity sowie datenbasierte Materialforschung und Technologieentwicklung. Bei den «Lastfaktoren» gilt es vor allem das anhaltende Wachstum der Studierendenzahlen in den letzten Jahren zu beachten. Zudem gibt es Infrastrukturbedarf im Zusammenhang mit Berufungen, Grossbauprojekten (Campus Empa-Eawag) und Forschungsanlagen (Upgrade SLS 2.0).

Konsolidierte Berichterstattung 2021

Der ETH-Rat hat die von der Eidg. Finanzkontrolle (EFK) geprüfte, konsolidierte Berichterstattung 2021 verabschiedet. Der Geschäftsbericht und der Finanzbericht werden nun dem Bundesrat zur Genehmigung unterbreitet und im Anschluss publiziert. In der konsolidierten Berichterstattung legt der ETH-Bereich Rechenschaft über die Erreichung der Strategischen Ziele 2021-2024 des Bundesrats für den ETH-Bereich ab und stellt die Governance sowie die thematischen Schwerpunkte und Errungenschaften im ETH-Bereich vor. Der Finanzbericht informiert umfassend und transparent über das Finanzjahr 2021 im ETH-Bereich und präsentiert die konsolidierte Jahresrechnung 2021 in Übereinstimmung mit den International Public Sector Accounting Standards (IPSAS).

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Gian-Andri Casutt

Leiter Kommunikation

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