Budget Report

Sehr geehrte
Leserinnen und Leser

Der Bundesrat gibt dem ETH-Bereich für die kommenden Jahre ambitionierte Ziele vor. So soll dieser unter anderem die Innovationskraft und die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz stärken, seine weltweite Spitzenposition in der Forschung wahren und eine im internationalen Vergleich erstklassige und attraktive Ausbildung anbieten.

Der ETH-Bereich ist gut aufgestellt, diese Ziele zu erreichen und so unser Land weiter voranzubringen. Dies insbesondere dank der hervorragenden Rahmenbedingungen, welche die Politik schafft. So finanziert der Bund den ETH-Bereich auch im kommenden Jahr über seine Trägerfinanzierung und Forschungsbeiträge zu knapp 90%. Der ETH-Bereich und seine Institutionen geniessen darüber hinaus weitgehende Autonomie. Diese erlaubt es ihnen, ihre Strategie und Forschungsschwerpunkte selber festzulegen. Die Forschenden wissen am besten, welches die zukunftsträchtigsten Themen und erfolgversprechendsten Methoden sind. 

Nichtsdestotrotz gibt es auch graue Wolken am Himmel. Eine betrifft das Verhältnis der Schweiz zu Europa. Die Institutionen des ETH-Bereichs sind auf geregelte Beziehungen der Schweiz mit der EU angewiesen. Besonders wichtig ist dabei der Zugang zu den EU-Forschungsrahmenprogrammen. Die EU ist für viele Schweizer Hochschulen und Forschungsinstitutionen der wichtigste internationale Partner. Diese enge Zusammenarbeit und das damit verbundene Netzwerk kann nicht so einfach ersetzt werden. Als pragmatischer Optimist hoffe ich, dass sich die Schweiz und die EU bald finden und sich unser Land an Horizon Europe beteiligen kann. Es wäre im Interesse aller.

Prof. Dr. Michael O.Hengartner,
Präsident des ETH-Rats