Gesundheit: Früherkennung im Alltag
Wie eine Binde Krankheiten aufspürt.
Forschende der ETH Zürich haben mit MenstruAI ein einfaches, nicht-invasives und kostengünstiges Gerät entwickelt, das Biomarker im Menstruationsblut direkt in einer Binde erkennen kann. Die Sensortechnologie kommt ohne Elektronik und Labor aus und soll die Früherkennung von Krankheiten erleichtern – besonders in Regionen mit eingeschränkter Gesundheitsversorgung. Die Anwendung ist unkompliziert: Binde mit integriertem Sensor tragen, fotografieren und per App auswerten. Menstruationsblut enthält hunderte Proteine, vergleichbar mit venösem Blut. Für den Prototyp werden drei Biomarker genutzt: CRP (Entzündungen), CEA (Tumormarker) und CA-125 (Endometriose / Eierstockkrebs). Die Methode beruht auf papierbasierten Schnelltests, vergleichbar mit Covid-Selbsttests: Trifft ein Biomarker im Blut auf einen spezifischen Antikörper auf dem Teststreifen, erscheint ein Farbstreifen. Je höher die Proteinkonzentration, desto dunkler die Farbe. Nach einer ersten Machbarkeitsstudie ist nun eine grössere Feldstudie geplant.