ETH-Bereich erfolgreich in die Förderperiode 2021–2024 gestartet

Der Bundesrat führt den ETH-Bereich über strategische Ziele und erstattet den eidgenössischen Räten jährlich Bericht über deren Erreichung. Am 18. März 2022 hat er sich mit der Zielerreichung im Jahr 2021 befasst. Der ETH-Bereich ist auf gutem Weg, die für die Strategieperiode 2021–2024 gesetzten Ziele zu erreichen. Erstklassige Leistungen zeigte er in seinen Kerngebieten Lehre, Forschung sowie Wissens- und Technologietransfer. Der ETH-Rat wird in dieser Förderperiode aufzeigen müssen, wie die Qualität der Lehre angesichts der stetig steigenden Studierendenzahlen aufrechterhal-ten werden kann.

2021 setzte sich das Wachstum bei den Studierenden- und Doktorierendenzahlen an den beiden ETH mit einem Plus von 4,5 Prozent fort. Die beiden Institutionen zählten Ende Jahr 36 110 Studierende und Doktorierende, wobei der Bereich Informatik und Kommunikationstechnologie erneut den grössten Zuwachs verzeichnet hat. Der Frauenanteil bei den Studierenden und Doktorierenden ist mit 32,3 Prozent nach wie vor eher tief. Der ETH-Bereich wird sich deshalb noch vermehrt für dessen Erhöhung engagieren, dies insbesondere bei den MINT-Studien. Erfreulich ist hingegen der grosse Zuwachs des Frauenanteils bei den Neuernennungen von Professorinnen und Professoren. Dieser lag im Jahr 2021 bei 46,2 Prozent. Der ETH-Bereich beschäftigte Ende Jahr über 24 000 Personen und bildete 465 Lernende aus. An allen Institutionen wurden Kampagnen zu den Themen sexuelle Belästigung, Diversity und Diskriminierung lanciert.

Pandemiebedingt fanden in der Lehre vermehrt hybride Unterrichtsformen Anwendung. Ein Schwerpunkt lag in der Förderung von interdisziplinär ausgerichteten Lehr- und Lernformen und der Vermittlung überfachlicher Kompetenzen.

Mit ihren Forschungsschwerpunkten leisten die Institutionen des ETH-Bereichs wichtige Beiträge in zukunftsrelevanten Themenfeldern wie Energie, Nachhaltigkeit und Digitalisierung
oder auch zur Pandemiebekämpfung. Auch mit dem Betrieb von Forschungsinfrastrukturen von nationaler und internationaler Bedeutung stärkt der ETH-Bereich den Forschungsplatz Schweiz. Die beiden ETH bestätigten zudem ihre Spitzenplätze in internationalen Hochschul-rankings.

Die Institutionen des ETH-Bereichs pflegen die Zusammenarbeit mit Hochschulinstitutionen im In- und Ausland genauso wie mit Grossunternehmen, KMU, Spin-offs und den Behörden. Damit stellen sie den Transfer von Wissen und Technologie sicher und tragen zur Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft der Schweiz bei. So entstanden im Berichtsjahr 60 Spin-offs aus dem ETH-Bereich und es wurden 213 Patente angemeldet.

Der Bund ist die wichtigste Finanzierungsquelle des ETH-Bereichs. Direkt oder indirekt stammen im Jahr 2021 rund 84 Prozent der Erträge des ETH-Bereichs vom Bund. Der Bundesrat erwartet, dass der ETH-Bereich seine Finanzierungsbasis bis Ende der Periode ausbaut und seine Reserven aktiver in Forschung und Lehre investiert.

Der Bundesrat erachtet die Fortschritte des ETH-Bereichs in Bezug auf die Nachhaltigkeit im Betrieb und Immobilienbewirtschaftung als gut. Bezüglich des Risikomanagements insbesondere bei Bauvorhaben sieht der Bundesrat weiterhin Optimierungsbedarf.

Der ETH-Bereich umfasst den ETH-Rat als strategisches Führungs- und Aufsichtsorgan, die zwei Eidgenössischen Technischen Hochschulen in Zürich (ETH Zürich) und in Lausanne (EPFL) sowie die vier Forschungsanstalten Paul Scherrer Institut (PSI), Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL), Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) und Eidgenössische Forschungsanstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz (Eawag).

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