Neuernennungen ETH Zürich
Dr. Shawn Shuoshuo Chen (*1992), zurzeit Forscher bei Advanced Micro Devices (AMD) in Santa Clara, USA, zum Tenure-Track-Assistenzprofessor für Informatik am Departement Informatik. Shawn Shuoshuo Chen, vor seiner Promotion technischer Leiter bei Google, forscht zu Computernetzwerken und untersucht, wie deren Topologie für moderne Anwendungen optimiert werden kann, mit Schwerpunkt auf Künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen. Er hat bedeutende Beiträge im Bereich softwaredefinierter Netzwerke geleistet und an neuartigen optischen Netzwerken gearbeitet. Mit der Ernennung von Shawn Shuoshuo Chen stärkt das Departement seine Kapazitäten und Expertise in einem Bereich, der in Wissenschaft und Industrie von höchster Bedeutung ist. Es bestehen vielversprechende Kooperationsmöglichkeiten mit dem Department Informationstechnologie und Elektrotechnik.
Prof. Dr. Reinhard Heckel (*1986), zurzeit ausserordentlicher Professor an der Technischen Universität München, Deutschland, zum ordentlichen Professor für Maschinelles Lernen und Signalverarbeitung am Departement Informationstechnologie und Elektrotechnik. Reinhard Heckel forscht in den Bereichen maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz sowie Signal- und Informationsverarbeitung. Ein Ziel seiner Forschung besteht darin, schnellere und zuverlässigere bildgebende Verfahren für Medizin und Naturwissenschaften zu ermöglichen. Weitere Schwerpunkte liegen auf den Grundlagen des maschinellen Lernens und auf der Nutzung von DNA als digitaler Informationstechnologie. Mit der Berufung von Reinhard Heckel gewinnt die ETH Zürich einen international führenden Wissenschaftler, der das Departement in Forschung und Lehre nachhaltig stärken wird.
Prof. Dr. Inge Katrin Herrmann (*1985), zurzeit Tenure-Track-Assistenzprofessorin an der Universität Zürich und am Universitätsspital Balgrist, zur ausserordentlichen Professorin für Medizinische Materialien und Technologie am Departement Maschinenbau und Verfahrenstechnik. Inge Katrin Herrmann ist eine ausgewiesene Expertin für die Entwicklung neuartiger Lösungen in der Präzisionsmedizin. In ihrer Forschung verbindet sie Werkstofftechnik, komplexe theoretische Ansätze und Simulationen und eröffnet damit einen direkten Weg zu anwendungsorientierten Lösungen in Diagnostik und Therapie. Mit ihrer Berufung stärkt das Departement die Verbindung von ingenieurwissenschaftlicher Grundlagenforschung und translationalen medizinischen Technologien. Zugleich eröffnen sich vielfältige Synergien mit anderen Fachbereichen der ETH Zürich sowie mit akademischen, klinischen und industriellen Partnern weltweit.
Prof. Dr. Maria Ibanez (*1983), zurzeit ausserordentliche Professorin an der Northwestern University in Evanston, USA, zur ordentlichen Professorin für Technologie und Public Management am Departement Management, Technologie und Ökonomie. Maria Ibanez’ Forschung konzentriert sich auf empirische und verhaltensorientierte Fragen des Operations Management, insbesondere darauf, wie Entscheidungsspielräume, Terminplanung und technologische Werkzeuge die Qualität, Produktivität und Fairness von Arbeitsprozessen beeinflussen. Ein Schwerpunkt liegt auf dem öffentlichen Sektor und dem Gesundheitswesen. Mit der Berufung von Maria Ibanez stärkt das Departement seine Expertise in evidenzbasierter öffentlicher Leistungserbringung, digitaler Transformation und dem verantwortungsvollen Einsatz Künstlicher Intelligenz in öffentlichen Diensten und festigt zugleich die Verbindungen zwischen Wissenschaft und Praxis in der Schweiz und international.
Dr. Carmelo Sferrazza (*1993), zurzeit Senior Applied Scientist bei Amazon Frontiers AI and Robotics in San Francisco, USA, zum Tenure-Track-Assistenzprofessor für Robotik und Künstliche Intelligenz am Departement Maschinenbau und Verfahrenstechnik. Die Forschung von Carmelo Sferrazza konzentriert sich auf die Entwicklung humanoider Roboter. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Methoden der Künstlichen Intelligenz, die es Robotern ermöglichen, in menschlichen Umgebungen autonom zu agieren und den Menschen zu unterstützen. Neben seiner interdisziplinären Forschung, die die Bereiche Robotik, maschinelles Lernen, Bildverarbeitung und Regelungstechnik verbindet, verfügt Carmelo Sferrazza über umfangreiche Lehrerfahrung. Mit seiner Berufung stärkt das Departement den Bereich der Dynamischen Systeme und Regelungstechnik mit einem Schwerpunkt auf Robotik und «Embodied Intelligence».
Beförderungen ETH Zürich
Prof. Dr. Valentina Boeva (*1981), zurzeit Tenure-Track-Assistenzprofessorin an der ETH Zürich, zur ausserordentlichen Professorin für Computational Genomics am Departement Informatik. Valentina Boeva ist eine führende Forscherin an der Schnittstelle zwischen Bioinformatik, maschinellem Lernen und Krebsforschung. Ihre Arbeit veranschaulicht, wie datengestützte Methoden unser Verständnis von Krebs verändern können, und trägt dazu bei, eine frühzeitigere Diagnose, präzisere Behandlungen und bessere Behandlungsergebnisse für die Patienten zu ermöglichen. An der ETH Zürich hat Valentina Boeva ein mittlerweile international bekanntes Labor für computergestützte Biologie aufgebaut. Mit ihrer Berufung erhält sich das Departement eine vielversprechende Forscherin, die ideal positioniert ist, neue computergestützte Methoden zur Lösung zentraler biomedizinischer Probleme zu entwickeln.
Prof. Dr. Nicholas Bokulich (*1986), zurzeit Tenure-Track-Assistenzprofessor an der ETH Zürich, zum ausserordentlichen Professor für Mikrobielle Systeme und Bioinformatik am Departement Gesundheitswissenschaften und Technologie. Nicholas Bokulich ist Experte für die Erforschung und Nutzung der Vielfalt mikrobieller Ökosysteme bei Tieren und Pflanzen. Anhand eigener experimenteller Daten hat er etwa die dynamischen Entwicklungen in den mikrobiellen Gemeinschaften bei Fermentationsprozessen im Darm sowie in Lebensmitteln wie Weintrauben und Sauerteig eingehend untersucht. Nicholas Bokulich ist nicht nur ein engagierter Wissenschaftler und Dozent, sondern auch sehr aktiv in der akademischen Selbstverwaltung. Mit seiner Berufung erhält sich das Departement einen ausgezeichneten Forscher, der die ETH Zürich weiterhin bereichern wird.
Prof. Dr. Konrad Tiefenbacher (*1980), zurzeit ausserordentlicher Professor an der ETH Zürich und an der Universität Basel, zum ordentlichen Professor für Synthese von Funktionellen Modulen am Departement Biosysteme. Es handelt sich um eine Doppelprofessur mit der Universität Basel. Konrad Tiefenbacher ist ein führender Wissenschaftler auf dem Gebiet der supramolekularen Katalyse. Sein Forschungsprogramm konzentriert sich auf die Anwendung molekularer Erkennung und Einschliessung, um grundlegende Herausforderungen in der synthetischen organischen Chemie zu bewältigen. Für seine Arbeit erhielt Konrad Tiefenbacher einen ERC Starting Grant sowie mehrere Förderungen des Schweizerischen Nationalfonds. Er ist ein hervorragender Dozent und sehr engagiert in der akademischen Gemeinschaft. Mit seiner Beförderung stärkt die ETH Zürich den Bereich der supramolekularen Chemie und investiert gezielt in die weitere Zusammenarbeit mit der Universität Basel.
Neuernennungen EPFL
Dr. Oliver Edtmair (*1997), zurzeit Junior Fellow an der ETH Zürich und Clay Research Fellow, zum Tenure-Track-Assistenzprofessor für Mathematik an der Fakultät für Grundlagenwissenschaften. Oliver Edtmair gilt als einer der vielversprechendsten Nachwuchswissenschaftler auf dem Gebiet der symplektischen Geometrie und Dynamik. Zu seinen herausragenden Ergebnissen zählen die Konstruktion dynamisch konvexer, aber nicht konvexer Hyperflächen, Arbeiten zum Smooth-Closing-Lemmas für flächentreue Flächendiffeomorphismen sowie sein Beitrag zu dem 1973 von Vladimir Arnold formulierten Problem zur topologischen Ausdehnung der Helizität. Seine Ernennung stärkt die Lehr- und Forschungsbereiche symplektische Geometrie, Differentialgeometrie und dynamische Systeme am Institut für Mathematik.
Dr. Alexandra Henzinger (*1998), zurzeit Postdoktorandin an der Stanford University, USA, zur Tenure-Track-Assistenzprofessorin für Informatik und Kommunikation an der Fakultät für Informatik und Kommunikation. Alexandra Henzinger wurde 2026 am MIT im Fachbereich Elektrotechnik und Informatik mit Schwerpunkt auf Datenschutz und Privatsphäre promoviert. Ihre Forschungsarbeit an der Schnittstelle von Kryptografie, IT-Sicherheit und Systemtechnik befasst sich mit der Entwicklung einer neuen Generation von Mechanismen, mit denen das Vertrauen in IT-Systeme gestärkt werden kann. Ziel ist es, datenschutzkonforme Systeme auf der Ebene realer Infrastrukturen für Milliarden von Nutzern einsetzbar zu machen und sie gleichzeitig auf aufstrebende Bereiche wie die generative Künstliche Intelligenz auszuweiten. Mit der Ernennung von Alexandra Henzinger stärkt die EPFL den strategischen Bereich der IT-Sicherheit und des Datenschutzes.
Dr. Denys Nikolayev (*1986), zurzeit CNRS-Forschungsbeauftragter in Rennes, Frankreich, zum Tenure-Track-Assistenzprofessor für Neurotechnologie an der Fakultät für Ingenieurwissenschaft und Technologie (Campus Biotech, Genf). Als Empfänger eines ERC Starting Grant forscht Denys Nikolayev an der Schnittstelle zwischen angewandtem Elektromagnetismus, Bioingenieurwesen und Neurotechnologien. Im Mittelpunkt seiner Arbeit stehen die drahtlose Kommunikation und Energieübertragung für implantierbare und tragbare Geräte, wobei er die Wellenbiophysik mit innovativen bioelektronischen Technologien verbindet. Seine Forschungsergebnisse tragen dazu bei, bioelektronische Systeme effizienter, robuster und kompakter zu gestalten. Durch seine innovative Forschung stärkt Nikolayev die Aktivitäten der EPFL im Bereich adaptiver und minimalinvasiver Neurotechnologien.
Dr. Lindsey Salay (*1992), zurzeit Postdoktorandin am California Institute of Technology in Pasadena, USA, zur Tenure-Track-Assistenzprofessorin für Life Sciences an der Fakultät für Lebenswissenschaften. Lindsey Salay forscht in der systemischen Neurowissenschaft zu der Frage, wie das Gehirn sensorische Erfahrungen in innere Zustände umwandelt, die adaptives Verhalten steuern. Sie untersucht zudem, wie neuronale Schaltkreise innere Triebe mit sozialen und sensorischen Signalen integrieren, um angeborene Verhaltensweisen auszulösen. Ihre Arbeit liefert wichtige Erkenntnisse über die neuronalen Mechanismen, die Wahrnehmung, Emotion, Motivation und Handlung verbinden. Mit ihrem multidisziplinären und quantitativen Forschungsansatz ergänzt sie das Neurowissenschaftsprogramm der EPFL und bestehende Forschungsgruppen ideal.
Beförderungen EPFL
Prof. Dr. Matteo Dal Peraro (*1975), zurzeit ausserordentlicher Professor an der EPFL, zum ordentlichen Professor für Life Sciences an der Fakultät für Lebenswissenschaften. Matteo Dal Peraro forscht im Bereich Molekularsimulation und integrative Modellierung. Er kombiniert Molekularsimulationen, experimentelle Ansätze und Künstliche Intelligenz, um biomolekulare Mechanismen zu verstehen. Seine Arbeiten haben zur Aufklärung der Mechanismen von Membranproteinen sowie zur Erforschung krankheitsassoziierter Proteine und Komplexe beigetragen. Künftig möchte er in seiner Lehre physikalische Aspekte sowie den Umgang mit Künstlicher Intelligenz stärker thematisieren. Matteo Dal Peraro ist ein herausragender Forscher und engagierter Dozent, dessen Forschungsprogramm ideal zur Ausrichtung des neuen Zentrums für Molekulardesign an der EPFL passt.
Prof. Dr. François Gallaire (*1975), zurzeit ausserordentlicher Professor an der EPFL, zum ordentlichen Professor für Maschinenbau an der Fakultät für Ingenieurwissenschaft und Technologie. François Gallaire ist ein international führender Wissenschaftler auf dem Gebiet der Strömungsmechanik. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf hydrodynamischer Stabilität, Wirbeldynamik, Strömungen an freien Grenzflächen und theoretischer Mikrofluidik. Sein Ansatz verbindet Theorie, numerische Simulation und Experiment zur Entwicklung physikalisch fundierter Modelle reduzierter Ordnung und hat das Verständnis komplexer strömungsdynamischer Phänomene massgeblich vorangetrieben. Unter anderem ist er Fellow der American Physical Society und wurde mit einem ERC Starting Grant ausgezeichnet. Durch seine wissenschaftliche Exzellenz und seinen originellen Ansatz wird François Gallaire das internationale Profil der EPFL im Bereich der theoretischen und numerischen Strömungsdynamik weiter stärken.
Prof. Dr. Jeremy Luterbacher (*1984), zurzeit ausserordentlicher Professor an der EPFL, zum ordentlichen Professor für Chemieingenieurwesen an der Fakultät für Grundlagenwissenschaften. Jeremy Luterbacher gilt international als führende Persönlichkeit auf den Gebieten der nachhaltigen Umwandlung von Biomasse, der Katalyse und der Entwicklung chemischer Verfahren auf der Grundlage nachwachsender Rohstoffe. Seine Forschungsarbeit hat wesentlich zur Weiterentwicklung von Ansätzen zur Fraktionierung von Biomasse beigetragen. Jeremy Luterbacher wurde mit einem ERC Starting Grant und einem SNSF Consolidator Grant sowie zahlreichen Auszeichnungen geehrt, darunter der EPFL-Latsis-Preis und ein ACS Sustainable Chemistry & Engineering Lectureship Award. Diese Beförderung unterstreicht die führende Rolle von Jeremy Luterbacher an der EPFL, die sich durch die Exzellenz seiner Forschung, sein Engagement für die Ausbildung der nächsten Generation von Wissenschaftlern und seinen Beitrag zum akademischen Leben der Hochschule auszeichnet.
Prof. Dr. Semyon Malamud (*1980), zurzeit ausserordentlicher Professor an der EPFL, zum ordentlichen Professor für Finanzwesen am College für Technologiemanagement. Semyon Malamud ist ein international renommierter Finanzökonom und Mathematiker. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Bewertung von Vermögenswerten, Liquidität und strategischer Handel, Informationsökonomie, internationale Finanzwirtschaft und Methoden des maschinellen Lernens. Dabei verbindet er die mathematische Finanzwissenschaft mit den neuesten Entwicklungen in der Ökonometrie und der Künstlichen Intelligenz. Für seine Forschungsaktivitäten hat Semyon Malamud einen SNSF Starting Grant erhalten. Mit seiner Beförderung stärkt die EPFL ihre Positionierung in einem stark wachsenden Bereich sowie ihre Attraktivität für den wissenschaftlichen Nachwuchs.
Prof. Dr. Julia Schmale (*1981), zurzeit Tenure-Track-Assistenzprofessorin an der EPFL, zur ausserordentlichen Professorin für extreme Umgebungen an der Fakultät für Architektur, Bau- und Umweltingenieurwissenschaften. Julia Schmales Forschung untersucht die Zusammensetzung der Atmosphäre, den Einfluss natürlicher und anthropogener Aerosole auf die Wolkenbildung sowie deren Auswirkungen auf die Erwärmung der Polarregionen. Ihre Arbeiten liefern wichtige Erkenntnisse für Klimamodelle und zum Verständnis des Klimawandels. Sie hat an zahlreichen Feldkampagnen in den Polarregionen mitgewirkt und die Entwicklung von Messgeräten vorangetrieben. Als anerkannte Expertin der Atmosphärenwissenschaften ist sie an bedeutenden Missionen wie der Tara Polar Station und Antarctica InSync beteiligt. Mit ihrer Beförderung stärkt die EPFL ihre Forschung und Lehre im Bereich Klima und extreme Umgebungen.
Verleihung des Titels «Professor of Practice» an der EPFL
Dr. Nicolas Cudré-Mauroux (*1962), zurzeit Chief Technology Officer (CTO) bei SICPA SA, zum Professor of Practice am College für Technologiemanagement. Als Ingenieur und Materialwissenschaftler verfügt Nicolas Cudré-Mauroux über mehr als 30 Jahre internationale Erfahrung in industrieller Forschung und Entwicklung, Technologiestrategie und Innovationsmanagement. Er hatte Führungspositionen bei SICPA, Solvay und DuPont inne und ist sehr engagiert in der wissenschaftlichen und akademischen Gemeinschaft. Am College für Technologiemanagement wird er Lehrveranstaltungen zu angewandter Strategie, Führung und Innovationsmanagement mitentwickeln und durchführen. Durch seine Ernennung stärkt die EPFL die Verbindung zwischen wissenschaftlicher Exzellenz, industrieller Innovation und der Ausbildung künftiger Führungskräfte im Technologiebereich.
Rücktritte EPFL
Prof. Dr. Joachim Lingner (*1962), zurzeit ordentlicher Professor für Life Sciences an der Fakultät für Lebenswissenschaften, wird die EPFL Ende Mai 2027 verlassen. Joachim Lingner ist ein international renommierter Wissenschaftler auf dem Gebiet der Telomerbiologie. Seit mehr als drei Jahrzehnten erforscht er die molekularen Mechanismen von Telomeren, Telomerase und Genomstabilität und hat damit bahnbrechende Erkenntnisse zu Zellalterung, Tumorentstehung und Erbkrankheiten gewonnen. Zudem entwickelte er innovative Methoden zur Untersuchung des telomeren Chromatins und der Proteinzusammensetzung an den Chromosomenenden. Für seine Forschung wurde er unter anderem mit einem ERC Advanced Grant ausgezeichnet.
Prof. Dr. Henry Markram (*1962), zurzeit ordentlicher Professor für Life Sciences an der Fakultät für Lebenswissenschaften, wird die EPFL Ende März 2027 verlassen. Henry Markram kam 2002 als Gründungsdirektor des Brain Mind Institute an die EPFL. Als international renommierter Neurowissenschaftler hat er bahnbrechende Beiträge zum Verständnis der zellulären Organisation der Grosshirnrinde sowie für die Rekonstruktion und Simulation des Säugetiergehirns geleistet und die systemischen Neurowissenschaften massgeblich beeinflusst. Seine Forschung verbindet experimentelle Neurobiologie, computergestützte Modellierung und grosse Datensätze, um die Prinzipien neuronaler Schaltkreise zu entschlüsseln. Henry Markram hat entscheidend dazu beigetragen, den Campus Biotech in Genf zu einem bedeutenden Zentrum der Neurowissenschaften zu entwickeln.
Prof. Dr. Yihui Quek (*1993), zurzeit Tenure-Track-Assistenzprofessorin für Informatik, Kommunikationssysteme und Physik an der Fakultät für Informatik und Kommunikation sowie an der Fakultät für Grundlagenwissenschaften, wird die EPFL Ende Dezember 2026 verlassen. Yihui Quek ist seit dem 1. August 2025. Ihre Forschung befindet sich an der Schnittstelle mehrerer grundlegender Bereiche des Quantencomputings und liefert wichtige theoretische Erkenntnisse zu einigen der komplexesten Herausforderungen in der Quantenphysik und der Quanteninformatik. Yihui Quek ist eine brillante Wissenschaftlerin und eine talentierte Mentorin. Sie gibt ihre Stelle an der EPFL aus persönlichen Gründen auf.
Der ETH-Rat dankt den scheidenden Professorinnen und Professoren für ihre Leistungen in Wissenschaft, Lehre und akademischer Verwaltung.