DRAFT Strategischer Plan
Der Strategische Plan ist das zentrale Instrument, mit dem der ETH-Rat die wesentlichen Ausrichtungen des ETH-Bereichs für die nächste vierjährige Finanzierungsperiode festlegt.
Dieses alle vier Jahre im Dialog mit den sechs Institutionen des Bereichs – der ETH Zürich, der EPFL sowie den Forschungsanstalten PSI, WSL, Empa und Eawag – erarbeitete Dokument legt einen gemeinsamen strategischen Kurs fest.
Um mehr darüber zu erfahren, können Sie auf die Seite zum aktuellen Strategieplan 2025–2028 oder auf den kommenden Zeitraum 2025–2028 klicken.
Ein Dokument im Zentrum der Gouvernance des ETH-Bereichs
Das ETH-Gesetz setzt den ETH-Rat als strategisches Führungsorgan des ETH-Bereichs ein und bestimmt die grundlegenden Aufgaben der Institutionen. Auf dieser Basis legt der ETH-Rat die Strategie des ETH-Bereichs fest, wobei er den Strategischen Zielen Rechnung trägt, die ihm der Bundesrat alle vier Jahre zuweist. Der Strategische Plan bildet das Instrument, durch das diese Strategie Form annimmt. Das Dokument deckt die grundlegenden Aufgaben der Hochschulen und Forschungsanstalten ab, die zusammen den ETH-Bereich bilden – Lehre, Forschung, Forschungsinfrastrukturen sowie Wissens- und Technologietransfer – und präzisiert die Art und Weise, wie diese Aufgaben in den folgenden vier Jahren weiterentwickelt werden sollen.
Der Strategische Plan enthält auch Informationen über die Ressourcenplanung und den Finanzbedarf des ETH-Bereichs, welche wiederum in die Botschaft über die Förderung von Bildung, Forschung und Innovation (BFI-Botschaft) des Bundesrates an das Parlament einfliessen. So ist der Strategische Plan Teil eines Führungsdispositivs auf verschiedenen Ebenen, in dem der politische Wille des Bundesrates, die strategische Vision des ETH-Rats und die operative Umsetzung durch die Institutionen widerspiegelt sind.
Für letztere dient der Strategische Plan als Referenz: Jede Institution stützt sich auf diesen gemeinsamen Rahmen bei der Erarbeitung ihrer eigenen institutionellen Strategie und ihres Entwicklungsplans, behält dabei jedoch die nötige Freiheit für die Durchführung ihrer akademischen und wissenschaftlichen Tätigkeiten.
Die grossen Herausforderungen unserer Zeit annehmen
Über seine Rolle als institutionelles Führungsinstrument hinaus widerspiegelt der Strategische Plan den Willen des ETH-Bereichs, seine wissenschaftliche Exzellenz in den Dienst der Gesellschaft zu stellen. In jeder Periode legt der ETH-Rat darin seine strategischen Prioritäten fest: Letztere sind als Themenbereiche definiert, die von grosser Bedeutung für die Gesellschaft sind und auf die der ETH-Bereich einen wesentlichen wissenschaftlichen und technischen Einfluss haben kann.
Diese Prioritäten entwickeln sich nicht isoliert. Sie basieren auf der Zusammenarbeit zwischen den Institutionen des ETH-Bereichs selbst, aber auch mit den kantonalen Hochschulen, der Industrie und anderen privaten und öffentlichen Partnern. Diese Fähigkeit, einander ergänzende Kompetenzen im Dienst gemeinsamer Ziele zu vereinen, erlaubt dem ETH-Bereich seine Stellung unter den weltweit leistungsstärksten Wissenschaftsstandorten der Welt aufrecht zu erhalten und gleichzeitig den konkreten Bedürfnissen der Schweiz gerecht zu werden.
Ein Instrument für die langfristige Entwicklung
Der Strategische Plan geht schliesslich auch auf die organisatorische Entwicklung des ETH-Bereichs als Ganzes ein. Er bezweckt den Erhalt der nötigen Agilität, um sich an ein wissenschaftliches und technologisches Umfeld in raschem Wandel anzupassen und zugleich die Zusammenarbeit zwischen den Institutionen zu verstärken und die Synergien zu nutzen, die aus ihrer Vernetzung entstehen können — sei dies bei der Nutzung der Forschungsinfrastrukturen, dem Datenmanagement oder der Entwicklung der Kompetenzen.
In diesem Sinn sprengt der Strategische Plan den Rahmen eines einfachen Planungsdokuments: Er bildet den Ausdruck einer geteilten Vision für die Zukunft des ETH-Bereichs.