FIT for the Future: Organisationsentwicklung im ETH-Bereich
An seiner Sitzung vom 23./24. September 2026 hat der ETH-Rat für die Variante «Swiss National Labs» (SNLs) beschlossen, die von einer Mehrheit der Institutionen des ETH-Bereichs unterstützt wird. Diese Variante ermöglicht eine verstärkte Zusammenarbeit, die Nutzung von Synergien und den Abbau administrativer Hürden. Sie soll die sich ergänzenden Kompetenzen der vier Forschungsanstalten bündeln und so gemeinsame Lösungen für die grossen gesellschaftlichen Herausforderungen fördern.
Aktualisiert am 5. Oktober 2026
Die vier Forschungsanstalten des ETH-Bereichs werden unter einem gemeinsamen Dach noch enger zusammenarbeiten. Sie stärken die Koordination und Zusammenarbeit in übergreifenden strategischen Forschungsprogrammen und führen Supportservices schrittweise zusammen. Dabei behalten sie ihre bewährten Schwerpunkte und Namen. Diese Weiterentwicklung und Stärkung des ETH-Bereichs hat der ETH-Rat an seiner Sitzung vom 23./24. September 2026 beschlossen.
Unter einem gemeinsamen Dach werden die Forschungsanstalten neben der ETH Zürich und der EPFL einen dritten starken Pfeiler des ETH-Bereichs bilden. Damit sollen der ETH-Bereich und seine Leistungen an Sichtbarkeit in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gewinnen.
Warum eine organisatorische Weiterentwicklung?
Die Schweiz steht vor grossen Herausforderungen. Der ETH-Bereich muss sich deshalb organisatorisch so aufstellen, dass er möglichst agil und flexibel agieren kann, um grosse neue Themen wie Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Gesundheit oder auch Energie- und Umweltfragen rasch anzugehen. Durch eine zukunftsgerichtete Anpassung der Organisation und der Struktur des ETH-Bereichs sollen die Zusammenarbeit unter den Institutionen gestärkt, Synergien genutzt und administrative Hindernisse vermieden werden. Dies ermöglicht Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung einen einfacheren Zugang zu den Institutionen des ETH-Bereichs und stärkt die Zusammenarbeit mit ihnen weiter.
Stand der Arbeiten und abgeschlossene Etappen
Die vom ETH-Rat gewählte Variante bedingt eine Änderung der Verordnung des ETH-Rats über die Forschungsanstalten des ETH-Bereichs. Eine Anpassung des ETH-Gesetzes ist nicht erforderlich. Noch offen ist der Name des gemeinsamen Dachs der Forschungsanstalten (Arbeitstitel «Swiss National Labs»).
Der ETH-Rat wird an seiner Sitzung im Dezember 2026 darüber befinden. Anschliessend wird die geänderte Verordnung einer Ämterkonsultation sowie einer Konsultation im ETH-Bereich unterzogen.
Der ETH-Rat und die Institutionen des ETH-Bereichs hatten Anfang 2024 gemeinsam Ziele für eine zukunftsfähige Organisation und Struktur des ETH-Bereichs definiert. Darauf basierend haben sie zwei Modellvarianten zur Umsetzung dieser Ziele entwickelt. Diese unterscheiden sich insbesondere hinsichtlich des Grads der Integration der vier Forschungsanstalten.
Im Vorschlag mit dem Arbeitstitel «Swiss National Labs» behalten die Forschungsanstalten ihre Rechtspersönlichkeiten. Bei der Variante mit dem Arbeitstitel «Swiss National Lab» hingegen werden die vier Forschungsanstalten in eine einzige Rechtspersönlichkeit zusammengeführt. Bei beiden Varianten erhalten die Forschungsanstalten einen neuen gemeinsamen Auftritt unter einem gemeinsamen Dach unter Beibehaltung ihrer Namen, ihrer Logos/Brands und ihrer Standorte.
Der ETH-Rat hat die zwei Varianten an seiner Sitzung vom 4./5. März 2026 diskutiert und entschieden, beide in die interne Konsultation im ETH-Bereich zu schicken. Diese begann nach der ETH-Ratssitzung und dauerte bis Anfang Juni. Anschliessend analysierte der ETH-Rat die Rückmeldungen und beschloss auf dieser Grundlage im September 2026, sich für die Variante «Swiss National Labs» auszusprechen.
Weiterhin tauscht sich der ETH-Rat mit verschiedenen Stakeholdern aus. Dazu gehören neben der Politik auch Partnerorganisationen der Forschungsanstalten und Hochschulen, Wirtschaftsverbände, Standortkantone und Behörden.
Zeitplan und Meilensteine
2027
- Umsetzung des Beschlusses
2026/2027
- Variante SNLs: Konsultation im ETH-Bereich sowie Ämterkonsultation
- Änderung der Verordnung des ETH-Rats über die Forschungsanstalten des ETH-Bereichs
2026
- September: Beschluss ETH-Rat
- Konsultation im ETH-Bereich (der ausführliche Bericht zu den Ergebnissen der Konsultation ist hier verfügbar)
2025
- Ausgestaltung der Struktur
2024
- August bis Oktober: Vorkonsultation im ETH-Bereich (siehe Zusammenfassung der Ergebnisse im Bericht der Firma Interface)
- Dezember: Richtungsentscheid ETH-Rat
Herbst 2023
- Ausarbeitung und weitere Konkretisierung der Optionen für die Zusammenarbeit
- Austausch mit Stakeholdern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft