FIT for the Future: Organisationsentwicklung im ETH-Bereich

Der ETH-Rat arbeitet derzeit an der Organisationsentwicklung des ETH-Bereichs, um diesen fit für die Zukunft zu machen und eine optimale Organisation und Struktur zu finden. Der ETH-Bereich soll damit für aktuell dringliche und zukünftige Herausforderungen besser gerüstet zu sein. Das Ziel ist es, ein System zu schaffen, in dem die herausragenden Kapazitäten der Institutionen des ETH-Bereichs genutzt werden können, um Lösungen für die grossen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit zu finden.

Aktualisiert am 6. März 2026

Die Schweiz steht vor grossen Herausforderungen. Der ETH-Bereich muss sich deshalb organisatorisch so aufstellen, dass er möglichst agil und flexibel agieren kann, um grosse neue Themen wie Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Gesundheit oder auch Energie- und Umweltfragen rasch anzugehen. Durch eine zukunftsgerichtete Anpassung der Organisation und der Struktur des ETH-Bereichs sollen die Zusammenarbeit unter den Institutionen gestärkt, Synergien genutzt und administrative Hindernisse vermieden werden. Dies ermöglicht Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung einen einfacheren Zugang zu den Institutionen des ETH-Bereichs und stärkt die Zusammenarbeit mit ihnen weiter.

Stand der Arbeiten und nächste Schritte

Das Projekt befindet sich aktuell in der zweiten Phase, der sogenannten Design-Phase, die sich hauptsächlich um die konkrete Ausgestaltung des Projekts dreht. Der ETH-Rat strebt eine engere Zusammenarbeit und eine verstärkte Koordination im ETH-Bereich an. Dieser soll zukünftig aus drei starken strategischen Pfeilern bestehen: der ETH Zürich, der EPFL und den vier Forschungsanstalten unter einem gemeinsamen Dach.

Der ETH-Rat und die Institutionen des ETH-Bereichs hatten Anfang 2024 gemeinsam Ziele für eine zukunftsfähige Organisation und Struktur des ETH-Bereichs definiert. Darauf basierend haben sie zwei Modellvarianten zur Umsetzung dieser Ziele entwickelt. Diese unterscheiden sich insbesondere hinsichtlich des Grads der Integration der vier Forschungsanstalten.

Im Vorschlag mit dem Arbeitstitel «Swiss National Labs» behalten die Forschungsanstalten ihre Rechtspersönlichkeiten. Dies im Unterschied zur Variante mit dem Arbeitstitel «Swiss National Lab», in der die vier Forschungsanstalten in eine Rechtspersönlichkeit zusammengeführt werden. Bei beiden Varianten erhalten die Forschungsanstalten einen neuen gemeinsamen Auftritt unter einem gemeinsamen Dach unter Beibehaltung ihrer Namen, ihrer Logos/Brands und ihrer Standorte.

Der ETH-Rat hat die zwei Varianten an seiner Sitzung vom 4./5. März 2026 diskutiert und entschieden, beide in die interne Konsultation im ETH-Bereich zu schicken. Diese beginnt nach der ETH-Ratssitzung und dauert bis Anfang Juni. Der ETH-Rat wird die Rückmeldungen auswerten und darauf gestützt voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte über das weitere Verfahren entscheiden.

Weiterhin tauscht sich der ETH-Rat mit verschiedenen Stakeholdern aus. Dazu gehören neben der Politik auch Partnerorganisationen der Forschungsanstalten und Hochschulen, Wirtschaftsverbände, Standortkantone und Behörden. Bevor der ETH-Rat abschliessend strategisch entscheidet, welche Option er dem Bundesrat zur Umsetzung beantragen möchte, wird er nebst einer Anhörung im ETH-Bereich eine Ämterkonsultation durchführen. Falls es neben neuen Formen der Zusammenarbeit auch zu einer Strukturanpassung kommen sollte, wird der ETH-Rat dem Bundesrat einen Antrag zur Einleitung eines entsprechenden Rechtsetzungsverfahrens stellen, bei dem das Parlament das letzte Wort hat.

 

Zeitplan und Meilensteine

ab Herbst 2023

  • Ausarbeitung und weitere Konkretisierung der Optionen für die Zusammenarbeit
  • Austausch mit Stakeholdern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft
 

2024

 

2025

  • Ausgestaltung der Struktur
 

2026

  • Konsultation im ETH-Bereich
  • Beschluss ETH-Rat
 

2026/2027

  • Variante SNL: Antrag an Eigner bzw. Bundesrat; bei Zustimmung durch Bundesrat Start Rechtsetzungsverfahren 
  • Variante SNLs: Konsultation im ETH-Bereich sowie Ämterkonsultation