Open Research Data

Programm Offene Forschungsdaten (ORD) des ETH-Bereichs. 5 Massnahmen zur Förderung und Verbesserung von ORD-Praktiken.

Open-Science-Praktiken werden in der akademischen Forschung weltweit zu einem vorherrschenden Paradigma. Der ETH-Bereich hat bereits eine führende Rolle bei der Übernahme der neuen Open-Science-Praktiken übernommen, die es ermöglichen, wissenschaftliche Forschungsergebnisse – einschliesslich Publikationen, Daten, Software, Hardware und Protokolle – zu verbreiten und zugänglich zu machen. Open Research Data (ORD) ist das Herzstück der offenen Wissenschaft: Neue technologische Entwicklungen erleichtern die gemeinsame Nutzung von grossen und kleinen Datensätzen. Mitte 2020 haben die Institutionen des ETH-Bereichs in einem Positionspapier ihre Vision für ORD im ETH-Bereich dargelegt und einen pragmatischen Ansatz für offene Forschungsdaten in der Schweiz gefördert. Damit bekräftigen sie ihre Bereitschaft, bei der Umsetzung von ORD eine führende Rolle zu spielen.

Die Institutionen des ETH-Bereichs sind überzeugt, dass ORD das Potenzial hat, die Sichtbarkeit und den Einfluss ihrer Forschung in der wissenschaftlichen Gemeinschaft, der Wirtschaft und der Gesellschaft insgesamt weiter zu erhöhen. Die Vision des ETH-Bereichs ist es, ein Forschungsumfeld zu fördern, das ORD in der Forschungspraxis unterstützt und ein Umfeld schafft, das ORD wertschätzt.

Für die Umsetzung dieser Massnahmen plant der ETH-Bereich zwischen 2021 und 2024 Investitionen von insgesamt 15 Millionen Franken.

Damit erfüllt der ETH-Bereich auch den Auftrag des Bundesrates, eine führende Rolle in Bezug auf den ORD im Rahmen der Datenpolitik in der Schweiz zu übernehmen. Die Umsetzung der ORD-Massnahmen des ETH-Bereichs wird mit der nationalen Open-Research-Data-Strategie koordiniert, die unter der Federführung von swissuniversities und unter Beteiligung des ETH-Bereichs erarbeitet wird. Die nationale Strategie wurde am 1. Juli 2021 veröffentlicht und wurde durch einen Aktionsplan weiter konsolidiert.

Mit dem übergeordneten Ziel, Open Science unter den Forschenden und Institutionen des ETH-Bereichs zu fördern, definiert das Programm fünf Massnahmen mit den folgenden Zielen:

  • Massnahme 1: Unterstützung von Forschenden, die ORD-Praktiken mit und für ihre Gemeinschaft anwenden oder entwickeln. Diese Forschenden sollen dabei unterstützt werden, in ihrem Bereich eine führende Rolle im Bereich Open Science einzunehmen.
  • Massnahme 2: Verbesserung des Ökosystems von Forschungsdatenmanagementdiensten und -infrastrukturen, die ORD-Praktiken unterstützen, durch bereichsweite, koordinierte Massnahmen mit Schwerpunkt auf Interoperabilität und Zugang.
  • Massnahme 3: Verbesserung der Verfügbarkeit und Qualität von Schulungen zu RDM in Anwendung auf die ORD-Praktiken.


Die letzten beiden Massnahmen zielen darauf ab, ein für Open Science förderliches Umfeld in den Institutionen des ETH-Bereichs zu schaffen, indem die folgenden Aspekte berücksichtigt werden:

  • Massnahme 4: Rechtliche Aspekte von RDM und
  • Massnahme 5: Karrieremöglichkeiten für Mitarbeitende, deren Aufgaben die Unterstützung von ORD-Praktiken umfasst.
 

Lenkungsausschuss

Der Lenkungsausschuss ist für die kohäränte und effektive Umsetzung des Programms verantwortlich. Er setzt sich wie folgt zusammen: 

  • Anusch Bachofner, Empa 
  • Ashton Alun, PSI  
  • Brandao Rui, ETH Zürich  
  • Carsten Schubert, Eawag
  • Dubochet Gilles, EPFL  
  • Fantner Georg, EPFL (chair 2021-2022) 
  • Finger Robert, ETH Zürich (chair 2023-2024)
  • Plattner Gian-Kasper, WSL