{"id":60220,"date":"2026-05-22T09:00:02","date_gmt":"2026-05-22T07:00:02","guid":{"rendered":"https:\/\/ethrat.ch\/?p=60220"},"modified":"2026-06-04T15:07:07","modified_gmt":"2026-06-04T13:07:07","slug":"ernennungen-mai-26","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ethrat.ch\/de\/ernennungen-mai-26\/","title":{"rendered":"19 Professorinnen und Professoren an den beiden ETH ernannt"},"content":{"rendered":"<h3>Neuernennungen ETH Z\u00fcrich<\/h3>\n<p><strong>Dr. Romain Ganter<\/strong> (*1974), zurzeit Leiter des Vakuumbereichs und Teilprojektleiter am Paul Scherrer Institut (PSI), zum ordentlichen Professor f\u00fcr Beschleunigerphysik am Departement Physik. Romain Ganters Forschung konzentriert sich auf die Technologie und Dynamik von Teilchenbeschleunigern, um Strahlen hoher Qualit\u00e4t zu erzeugen. Die entsprechenden Anwendungen betreffen in der Schweiz das PSI und das CERN. Ein aktives Forschungsfeld, in dem auch Romain Ganter t\u00e4tig sein wird, ist die Entwicklung von supraleitenden Beschleunigermagneten auf Basis von Hochtemperatur-Supraleitern. Mit seiner Berufung st\u00e4rkt die ETH Z\u00fcrich den Bereich der fortschrittlichen Teilchenbeschleunigerphysik und die bereits enge Zusammenarbeit mit dem PSI. Die Kooperationsprofessur beinhaltet die Leitung des Department of Accelerator Technology am PSI.<\/p>\n<p><strong>Dr. Jonas Huber<\/strong> (*1986), zurzeit Oberassistent, Dozent und Leiter der Advanced Mechatronic Systems Group an der ETH Z\u00fcrich, zum Tenure-Track-Assistenzprofessor f\u00fcr Leistungselektronik und Antriebssysteme am Departement Informationstechnologie und Elektrotechnik. Die Forschung von Jonas Huber umfasst grundlegende und anwendungsorientierte wissenschaftliche Fragestellungen im Bereich der Leistungselektronik und Mechatronik. Aktuelle Schwerpunkte liegen insbesondere in der nachhaltigen Elektromobilit\u00e4t \u2013 etwa durch neuartige Ladeger\u00e4te f\u00fcr Elektrofahrzeuge oder ultraleichte Konverter f\u00fcr die vollelektrische Luftfahrt \u2013 sowie in der Medizintechnik, beispielsweise bei implantierbaren lagerlosen Blutpumpen. F\u00fcr seine Arbeiten wurde Jonas Huber mehrfach ausgezeichnet. Mit seiner Berufung st\u00e4rkt das Departement seine international f\u00fchrende Position im Bereich der Leistungselektronik und der elektrischen Antriebssysteme.<\/p>\n<p><strong>Dr. Thomas Hudson<\/strong> (*1992), zurzeit Senior Scientist bei Fleet Space Technologies Ltd. in London, Vereinigtes K\u00f6nigreich, zum Assistenzprofessor f\u00fcr Umwelt- und Ressourcen-Geophysik am Departement Erd- und Planetenwissenschaften. Im Fokus von Thomas Hudsons Forschung, welche mit einem ERC Starting Grant ausgezeichnet wurde, steht das Verst\u00e4ndnis von Prozessen, welche die Dynamik und Evolution von Gletschern und Eisschilden kontrollieren, insbesondere im Kontext von Klimaerw\u00e4rmung und Meeresspiegelanstieg. Daf\u00fcr setzt er Methoden ein, welche urspr\u00fcnglich f\u00fcr medizinische Ultraschalltomografie und zur Charakterisierung grosser Erdbeben entwickelt wurden, und nutzt modernste Glasfasersensoren. Mit der Berufung von Thomas Hudson st\u00e4rkt das Departement seine F\u00fchrungsrolle auf dem Gebiet der Umweltgeophysik und erm\u00f6glicht vielf\u00e4ltige Synergien.<\/p>\n<p><strong>Dr. Tu Ni<\/strong> (*1994), zurzeit Postdoctoral Research Fellow an der Harvard Business School, USA, zum Tenure-Track-Assistenzprofessor f\u00fcr Decision Sciences and Analytics am Departement Management, Technologie und \u00d6konomie. Die Forschung von Tu Ni zielt darauf ab, experimentelle Methoden im operativen Management im Kontext von Data Science und k\u00fcnstlicher Intelligenz weiterzuentwickeln und ihre praktische Anwendung zu st\u00e4rken. Er befasst sich mit der Interaktion zwischen Menschen und KI-basierten Systemen im Entscheidungsprozess, insbesondere mit Fragen des Vertrauens und gesellschaftlicher Auswirkungen. Mit der Berufung von Tu Ni setzt das Departement einen Schwerpunkt im Bereich der Datenanalyse und der Untersuchung komplexer Entscheidungsprozesse. Departementsintern wie auch -\u00fcbergreifend ergeben sich daraus vielversprechende Kooperationsm\u00f6glichkeiten und Synergien.<\/p>\n<p><strong>Prof. Dr. Stephen Quake<\/strong> (*1969), zurzeit Professor an der Stanford University, USA, zum ordentlichen Professor f\u00fcr Biophysik und Biomedizinisches Engineering am Departement Biosysteme. Stephen Quake ist eine weltweit f\u00fchrende Pers\u00f6nlichkeit auf dem Gebiet der Bioingenieurwissenschaften und forscht zur Mikrofluidik, zur In-vitro-Diagnostik sowie zu Einzelzell-\u00abOmics\u00bb. Er revolutionierte die molekulare Diagnostik, etwa im Bereich der pr\u00e4natalen Untersuchungen, und erstellte die erste nachgewiesene Genomsequenz einer einzelnen menschlichen Zelle. Zudem gelang es ihm, Grundlagenforschung in klinisch nutzbare Technologien umzusetzen. Er wurde vielfach ausgezeichnet und an der ETH Z\u00fcrich 2020 zum Ehrendoktor ernannt. Seine Berufung stellt eine bedeutende Bereicherung dar und st\u00e4rkt den Bereich der molekularen Diagnostik sowie die Weiterentwicklung der Masterstudieng\u00e4nge \u00abBiotechnologie\u00bb und \u00abComputational Biology and Bioinformatics\u00bb.<\/p>\n<p><strong>Prof. Dr. Shivaram Venkataraman<\/strong> (*1985), zurzeit ausserordentlicher Professor an der University of Wisconsin-Madison, USA, zum ausserordentlichen Professor f\u00fcr Informatik am Departement Informatik. Die Forschungsschwerpunkte von Shivaram Venkataraman liegen in der Entwicklung von Systemen und Algorithmen f\u00fcr die Analyse grosser Datenmengen und f\u00fcr maschinelles Lernen. Ein besonders hervorstechender Bereich seiner Forschung ist effizientes Rechnen, insbesondere die Reduktion des Ressourcenbedarfs f\u00fcr das Training von ML-Modellen. Er verf\u00fcgt \u00fcber umfangreiche Erfahrung in Forschung und Lehre. Mit der Ernennung von Shivaram Venkataraman wird der Bereich Computersysteme und KI-Systeme gest\u00e4rkt, insbesondere im Datenmanagement auf moderner Hardware sowie auf dem Gebiet der Cloud-Architekturen als Grundlage heutiger KI-Systeme.<\/p>\n<p><strong>Dr. Nino Wili<\/strong> (*1993), zurzeit Postdoktorand an der Aarhus University, D\u00e4nemark, zum Assistenzprofessor f\u00fcr Spindynamik und Hyperpolarisation am Departement Chemie und Angewandte Biowissenschaften. Nino Wilis Forschung konzentriert sich auf die Elektronenparamagnetische Resonanz (EPR), eine leistungsstarke spektroskopische Methode. Sie liefert Informationen \u00fcber die geometrische und elektronische Struktur von Molek\u00fclen mit ungepaarten Elektronen, etwa in Katalysatoren, Proteinen oder molekularen Qubits. Sein Ziel ist es, eine breit anwendbare Methode zu entwickeln, die die Empfindlichkeit um ein bis zwei Gr\u00f6ssenordnungen erh\u00f6ht. F\u00fcr seine Forschung erhielt Nino Wili einen SNSF Starting Grant. Mit seiner Berufung st\u00e4rkt das Departement die Magnetresonanzspektroskopie, die massgeblich an der ETH Z\u00fcrich entwickelt wurde und in mehreren Departementen angewendet wird.<strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h3>Bef\u00f6rderungen ETH Z\u00fcrich<\/h3>\n<p><strong>Prof. Dr. Filippo Coletti<\/strong> (*1982), zurzeit ausserordentlicher Professor an der ETH Z\u00fcrich, zum ordentlichen Professor f\u00fcr Experimentelle Fluiddynamik am Departement Maschinenbau und Verfahrenstechnik. Filippo Coletti ist international als f\u00fchrende Autorit\u00e4t der experimentellen Str\u00f6mungsmechanik anerkannt. In seiner Forschung betrachtet er die Welt als fliessende Materie und entwickelt Experimente zu den grundlegenden Dynamiken verschiedenster Str\u00f6mungen: vom Blutkreislauf bis zu industriellen Reaktoren, vom Aerosoltransport bis zu Niederschl\u00e4gen. Dies f\u00fchrte zu neuen Erkenntnissen in der Medizin sowie im Bereich der Meeresverschmutzung und des Meereises. Filippo Coletti ist Mitinhaber zweier Patente und wurde mit einem ERC Consolidator Grant ausgezeichnet. Er ist zudem ein engagierter Redner, Autor, Dozent und Mentor. Mit seiner Bef\u00f6rderung st\u00e4rkt das Departement einen strategisch wichtigen Forschungsbereich.<\/p>\n<p><strong>Prof. Dr. Maria Lukatskaya<\/strong> (*1988), zurzeit Tenure-Track-Assistenzprofessorin an der ETH Z\u00fcrich, zur ausserordentlichen Professorin f\u00fcr Elektrochemische Energiesysteme am Departement Maschinenbau und Verfahrenstechnik. Mit einem multidisziplin\u00e4ren Ansatz untersucht Maria Lukatskaya, wie das lokale chemische Umfeld in Elektrolyten, Elektroden und Grenzfl\u00e4chen die Reaktivit\u00e4t, Effizienz und Stabilit\u00e4t elektrochemischer Prozesse beeinflusst. Ihre Erkenntnisse fliessen in die Entwicklung innovativer Materialien und Elektrolyte f\u00fcr Energiespeicher- und -umwandlungstechnologien sowie f\u00fcr die CO\u2082-Abscheidung und -Nutzung ein. Ihre Forschung unterst\u00fctzt die Vision des Departements bez\u00fcglich zuk\u00fcnftiger Energiesysteme und tr\u00e4gt zu nachhaltigen, \u00f6konomischen und sicheren L\u00f6sungen bei. Maria Lukatskaya hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter einen SNSF Starting Grant. Mit ihrer Berufung st\u00e4rkt das Departement den Schwerpunkt Energie und Umwelt.<\/p>\n<p><strong>Prof. Dr. Nicolas Noiray<\/strong> (*1981), zurzeit ausserordentlicher Professor an der ETH Z\u00fcrich, zum ordentlichen Professor f\u00fcr Verbrennung, Akustik und Str\u00f6mungsphysik am Departement Maschinenbau und Verfahrenstechnik. Nicolas Noirays Forschung zielt auf thermoakustische Instabilit\u00e4ten, die Verbrennung von Wasserstoff und kohlenstoffarmen Brennstoffen sowie akustische Metamaterialien. Seine Arbeit hat das Verst\u00e4ndnis von Verbrennungsinstabilit\u00e4ten ver\u00e4ndert, effizientere Wasserstoffbrenner und Kontrollstrategien hervorgebracht und die ETH Z\u00fcrich als f\u00fchrend in der Wasserstoffverbrennungsforschung positioniert. Nicolas Noiray wurde mit einem ERC Consolidator Grant und einem ERC Synergy Grant ausgezeichnet. Mit seiner Bef\u00f6rderung profitieren das Departement und die ETH Z\u00fcrich weiterhin von aussergew\u00f6hnlichen Forschungsergebnissen, p\u00e4dagogischer Exzellenz und F\u00fchrungskompetenz in einem f\u00fcr nachhaltige Energiel\u00f6sungen wichtigen Gebiet.<\/p>\n<p><strong>Prof. Dr. Fan Yang<\/strong> (*1988), zurzeit Tenure-Track-Assistenzprofessorin an der ETH Z\u00fcrich, zur ausserordentlichen Professorin f\u00fcr Informatik am Departement Informatik. Fan Yang forscht zu Modellen des maschinellen Lernens, die den Kern moderner KI bilden, und befasst sich mit der mangelnden Robustheit vieler ML-Modelle, die bei neuen Daten zu unerwarteten Vorhersagefehlern f\u00fchrt. Sie untersucht, wann man Vorhersagen vertrauen kann und welche Eigenschaften Modelle \u00fcber die durchschnittliche Genauigkeit hinaus erf\u00fcllen sollten. Dazu verfolgt sie zwei Ans\u00e4tze: die Entwicklung theoretischer Garantien f\u00fcr ML-Modelle sowie massgeschneiderte L\u00f6sungen f\u00fcr spezifische Anwendungen. Fan Yang Yang hat einen SNSF Starting Grant erhalten und hat sich an der ETH Z\u00fcrich in der Lehre bereits sehr verdient gemacht. Mit ihrer Berufung erh\u00e4lt sich das Departement eine vielversprechende Expertin im Bereich Data Science.<\/p>\n<h3>Neuernennungen EPFL<\/h3>\n<p><strong>Prof. Dr. Benjamin Peherstorfer<\/strong> (*1986), zurzeit ausserordentlicher Professor an der New York University, USA, zum ordentlichen Professor f\u00fcr Computer- und angewandte Mathematik an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Grundlagenwissenschaften. Benjamin Peherstorfer gilt als einer der vielversprechendsten Forscher seiner Generation auf den Gebieten des wissenschaftlichen maschinellen Lernens und der Modellreduktion. Seine Erkenntnisse finden direkte Anwendung in komplexen realen Kontexten, insbesondere in Simulationen des Raumfahrtantriebs, der Plasmaphysik, der Modellierung von Waldbr\u00e4nden und der Analyse turbulenter Str\u00f6mungen. Benjamin Peherstorfer wird die F\u00fchrungsrolle der EPFL in den Bereichen wissenschaftliches Rechnen, datengesteuerte Modellierung und angewandte Mathematik festigen, indem er neue Br\u00fccken zwischen Mathematik, Ingenieurwissenschaften und Computerwissenschaften schl\u00e4gt.<\/p>\n<p><strong>Prof. Dr. Angela Wittmann<\/strong> (*1992), zurzeit Tenure-Track-Assistenzprofessorin an der Johannes-Gutenberg-Universit\u00e4t Mainz, Deutschland, zur Tenure-Track-Assistenzprofessorin f\u00fcr Physikalische Chemie an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Grundlagenwissenschaften. Angela Wittmanns mehrfach ausgezeichnete Forschung zur Spintronik befindet sich an der Schnittstelle von Festk\u00f6rperphysik, Materialwissenschaften und Chemie im aufstrebenden Bereich der Chiraltronik. Im Kontext hybrider Molek\u00fcl-Metall-Grenzfl\u00e4chen untersucht sie, wie molekulare Chiralit\u00e4t den Elektronenspin und die magnetischen Eigenschaften beeinflusst, mit potenziellen Anwendungen in der Spintronik und in der Quantentechnologie. Angela Wittmann ist eine \u00e4usserst kreative und erfolgreiche Wissenschaftlerin. Durch ihre Ernennung st\u00e4rkt die EPFL ihre F\u00fchrungsrolle im Bereich der physikalischen Chemie.<strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h3>Bef\u00f6rderungen EPFL<\/h3>\n<p><strong>Prof. Dr. Raffaella Buonsanti <\/strong>(*1981), zurzeit ausserordentliche Professorin an der EPFL, zur ordentlichen Professorin f\u00fcr Chemieingenieurwesen an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Grundlagenwissenschaften (EPFL Valais Wallis). Raffaella Buonsanti gilt international als f\u00fchrende Expertin an der Schnittstelle von Nanochemie, Materialchemie und Elektrokatalyse. Ihre Forschung umfasst die kontrollierte Synthese von Nanokristallen aus Nichtedelmetallen sowie das Verstehen und Stabilisieren dynamischer Katalysatoroberfl\u00e4chen unter elektrochemischen Bedingungen. Sie tr\u00e4gt entscheidend zur Entwicklung innovativer Nanomaterialien bei, die zentrale Herausforderungen in Energie und Nachhaltigkeit adressieren. Raffaella Buonsanti wurde mit einem ERC Starting Grant und einem ERC Consolidator Grant ausgezeichnet und spielt als <u>Leiterin der Abteilung f\u00fcr Chemie und Chemieingenieurwesen sowie als <\/u>herausragende Dozentin eine wichtige Rolle in der Lehre an der EPFL.<\/p>\n<p><strong>Prof. Dr. Nicolas Flammarion<\/strong> (*1990), zurzeit Tenure-Track-Assistenzprofessor an der EPFL, zum ausserordentlichen Professor f\u00fcr Informatik und Kommunikationssysteme an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Informatik und Kommunikation. Nicolas Flammarions Forschung zum maschinellen Lernen und zur k\u00fcnstlichen Intelligenz verbindet theoretische Grundlagen mit algorithmischen Praktiken und ist f\u00fcr eine Vielzahl wissenschaftlicher Disziplinen ausserhalb der Informatik von Nutzen. Ziel ist es, eine solide wissenschaftliche Grundlage f\u00fcr KI-Sprachmodelle zu schaffen, um diese effizienter, kosteng\u00fcnstiger, sicherer und zuverl\u00e4ssiger zu machen. Nicolas Flammarion ist ein Forscher von h\u00f6chstem Rang und ein hervorragender Dozent, der sich auch mit ethischen Fragestellungen befasst. Er geniesst in der internationalen Wissenschaftsgemeinschaft hohes Ansehen und spielt eine zentrale Rolle in der Lehre an der EPFL, an der er sich auch anderweitig vielfach engagiert.<\/p>\n<p><strong>Prof. Dr. Alexander Mathis<\/strong> (*1983), zurzeit Tenure-Track-Assistenzprofessor an der EPFL, zum ausserordentlichen Professor f\u00fcr Life Sciences an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Lebenswissenschaften (Campus Biotech, Genf). Alexander Mathis arbeitet an der Schnittstelle von Computational Neuroscience und maschinellem Lernen. Seine Forschung zielt darauf ab, Werkzeuge zur Analyse komplexer Verhaltensweisen zu entwickeln und das Verst\u00e4ndnis ihrer neuronalen Grundlagen voranzutreiben. Er ist Mitentwickler der Open-Source-Software DeepLabCut zur Untersuchung der Bewegungen von Tieren in Videos ohne den Einsatz st\u00f6render Marker und hat herausragende Beitr\u00e4ge zu unserem Verst\u00e4ndnis des motorischen Kontrollsystems geleistet. Dazu nutzt er ein breites Spektrum an Kompetenzen, von der Softwareentwicklung \u00fcber maschinelles Lernen bis hin zur computergest\u00fctzten Neurowissenschaft. Alexander Mathis ist ein international hoch angesehener Wissenschaftler und Dozent, der die Lehre an der EPFL sehr bereichert.<\/p>\n<p><strong>Prof. Dr. Mackenzie Mathis<\/strong> (*1984), zurzeit Tenure-Track-Assistenzprofessorin an der EPFL, zur ausserordentlichen Professorin f\u00fcr Life Sciences an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Lebenswissenschaften (Campus Biotech, Genf). Ziel der Forschung von Mackenzie Mathis ist das Verst\u00e4ndnis der neuronalen Schaltkreise und Rechenprozesse, die dem motorischen Lernen und der motorischen Steuerung zugrunde liegen. Sie ist Mitbegr\u00fcnderin von DeepLabCut, einer Open-Source-Software zur Untersuchung der Bewegungen von Tieren in Videos ohne den Einsatz von st\u00f6renden Markern. Darauf aufbauend, entwickelte sie den Algorithmus CEBRA, mit dem sich analysieren l\u00e4sst, wie neuronale Schaltkreise die Bewegungen von K\u00f6rperteilen steuern. Mit diesem neuen Werkzeug lassen sich Verhaltensweisen mit gross angelegten Aufzeichnungen der neuronalen Aktivit\u00e4t verkn\u00fcpfen. Mackenzie Mathis hat f\u00fcr ihr Forschungsprogramm im Rahmen der \u00dcbergangsmassnahmen, welche die ERC Grants ersetzen, einen SNSF Starting Grant eingeworben und wurde 2024 mit dem Schweizer Wissenschaftspreis Latsis ausgezeichnet.<\/p>\n<p><strong>Prof. Dr. V\u00e9ronique Michaud<\/strong> (*1965), zurzeit ausserordentliche Professorin an der EPFL, zur ordentlichen Professorin f\u00fcr Materialwissenschaft und -ingenieurwesen an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Ingenieurwissenschaften. V\u00e9ronique Michauds Forschung konzentriert sich auf die Grundlagen der Verarbeitung von Polymer- und Verbundwerkstoffen, darunter Mehrphasenstr\u00f6mungen in por\u00f6sen Medien, Kapillareffekte, Prozesskinetik sowie Aush\u00e4rtungs- und Polymerisations\u00admechanismen. Dar\u00fcber hinaus untersucht sie wirtschaftliche und \u00f6kologische Aspekte von Verbundwerkstoffen und -verfahren sowie die Integration von Funktionen wie Selbstheilung, D\u00e4mpfung und Formver\u00e4nderung. Mit ihrer Arbeit tr\u00e4gt zur Entwicklung von Hochleistungs-Verbundstrukturen sowie effizienteren und nachhaltigeren Fertigungsprozessen bei und baut zahlreiche Kooperationen mit der Industrie auf. Zudem hatte V\u00e9ronique Michaud verschiedene F\u00fchrungspositionen an der EPFL inne, unter anderem als stellvertretende Dekanin f\u00fcr Lehre.<\/p>\n<p><strong>Prof. Dr. Dimitri Wyss<\/strong> (*1989), zurzeit Tenure-Track-Assistenzprofessor an der EPFL, zum ausserordentlichen Professor f\u00fcr Mathematik an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Grundlagenwissenschaften. Dimitri Wyss\u2019 Forschung befasst sich mit den geometrischen und arithmetischen Eigenschaften von Modulr\u00e4umen. Zu seinen wichtigsten Beitr\u00e4gen z\u00e4hlen Arbeiten zur enumerativen Geometrie, insbesondere im Rahmen des Langlands-Programms, der nicht-abelschen Hodge-Theorie und der Geometrie von Modulr\u00e4umen von Garben auf komplexen Fl\u00e4chen. Er gilt als international f\u00fchrender Experte auf diesem Gebiet und erhielt f\u00fcr seine Arbeit einen SNSF Starting Grant. Dimitri Wyss engagiert sich aktiv im akademischen Leben des Instituts f\u00fcr Mathematik. Er ist ein herausragender Forscher sowie ein engagierter Dozent, dessen Arbeit eine Schl\u00fcsselrolle f\u00fcr den Erfolg der Fakult\u00e4t f\u00fcr Grundlagenwissenschaften der EPFL spielt.<strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h3>Verleihung des Titels \u00abProfessorin\u00bb oder \u00abProfessor\u00bb an der ETH Z\u00fcrich<\/h3>\n<p><strong>Dr. Michele Magno<\/strong> (*1976), zurzeit Senior Scientist, Privatdozent und Leiter des Zentrums f\u00fcr projektbasiertes Lernen (PBL) an der ETH Z\u00fcrich, zum Titularprofessor am Departement Informationstechnologie und Elektrotechnik. Das Lehr- und Forschungsgebiet von Michele Magno umfasst den Bereich der Integrierten Systeme (\u00abEmbedded Systems\u00bb) mit einem Fokus auf dedizierte Sensor- und Verarbeitungssysteme inklusive Verfahren f\u00fcr energieeffizientes maschinelles Lernen (\u00abTiny Machine Learning\u00bb). Seine Forschung schl\u00e4gt eine Br\u00fccke zwischen Grundlagenforschung und praktischen Anwendungen und hat direkte Auswirkungen auf die Bereiche Gesundheitswesen, Robotik und ressourceneffizientes Internet of Things. Unter seiner Leitung hat sich das PBL als unverzichtbarer Bestandteil des Lehrplans etabliert.<\/p>\n<p><strong>Dr. Michael Pl\u00f6tze<\/strong> (*1965), zurzeit Senior Scientist und Dozent an der ETH Z\u00fcrich, zum Titularprofessor am Departement Bau, Umwelt und Geomatik. Michael Pl\u00f6tze ist ein international renommierter Experte f\u00fcr Tonmineralogie und Umweltgeotechnik. Seine Forschung befasst sich mit der mineralogischen Kontrolle von Tonen und deren Einfluss auf geotechnische und umweltbezogene Prozesse, der Rolle von Tonmineralien in biogeochemischen Kreisl\u00e4ufen sowie der Entwicklung tonbasierter Materialien f\u00fcr Umweltschutz, Abfallisolierung und die Stabilisierung kontaminierter B\u00f6den und Sedimente. Mit der Ernennung von Michael Pl\u00f6tze wird die F\u00fchrungsrolle des Departements in Umweltgeotechnik und Geowissenschaften weiter gest\u00e4rkt und die strategische Ausrichtung der ETH Z\u00fcrich unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p><strong>Dr. Yaroslav Romanyuk<\/strong> (*1980), zurzeit Leiter des Labors f\u00fcr D\u00fcnnfilme und Photovoltaik bei der Eidgen\u00f6ssischen Materialpr\u00fcfungs- und Forschungsanstalt (Empa) sowie (Co-)Dozent an der ETH Z\u00fcrich und der EPFL, zum Titularprofessor am Departement Informationstechnologie und Elektrotechnik. Yaroslav Romanyuk forscht zu komplexen D\u00fcnnfilm-Technologien f\u00fcr Solarzellen, gedruckten Schaltungen, neuartigen Festk\u00f6rperbatterien und anderen Anwendungen. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, die n\u00e4chste Generation von Solarzellen, Batterien und Leuchtdioden zu entwickeln, um die Energiewende zum Nutzen von Industrie und Gesellschaft voranzutreiben. Durch seine Arbeit tr\u00e4gt Yaroslav Romanyuk dazu bei, die Zusammenarbeit mit der Empa weiter zu st\u00e4rken.<\/p>\n<h3>Verleihung des Titels \u00abProfessorin\u00bb oder \u00abProfessor\u00bb an der EPFL<\/h3>\n<p><strong>Dr. Mathieu Salzmann<\/strong> (*1979), zurzeit Leitender Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der EPFL, zum Titularprofessor an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Informatik und Kommunikation. Mathieu Salzmann ist Deputy Chief Data Scientist am Swiss Data Science Center (SDSC), einer gemeinsamen Initiative von EPFL, ETHZ und PSI, und forscht im Bereich maschinelles Lernen und Deep Learning, mit besonderem Schwerpunkt auf Computer Vision. Dabei befasst er sich mit dem Lernen kompakter tiefer Netzwerke, der Suche nach optimalen Netzwerkarchitekturen sowie mit Methoden zur Identifikation unver\u00e4nderlicher Informationen zwischen Quell- und Zielbereich. Durch die Ernennung von Mathieu Salzmann st\u00e4rkt die EPFL den Bereich maschinelles Lernen und Bildverarbeitung.<\/p>\n<p><strong>Dr. Alexandre Schmid<\/strong> (*1967), zurzeit Leitender Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der EPFL, zum Titularprofessor an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Ingenieurwissenschaften. Alexandre Schmid forscht an der Schnittstelle zwischen Mikroelektronik und biologischen Systemen. Der Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf implantierbaren Ger\u00e4ten und bioelektronischen Schnittstellen sowie auf neuromorphen Architekturen und unkonventionellen Rechenans\u00e4tzen, die von zuverl\u00e4ssigen CMOS-Technologien bis hin zu autonomen Regelkreissystemen reichen. Alexandre Schmid hat bedeutende Beitr\u00e4ge zur biomedizinischen Mikroelektronik geleistet, darunter Schnittstellen zur Datenerfassung und Stimulation, neuroprothetische Systeme sowie robuste, energieeffiziente, bioinspirierte Architekturen.<\/p>\n<h3>Verleihung des Titels \u00abProfessor of Practice\u00bb an der ETH Z\u00fcrich<\/h3>\n<p><strong>Dr. Richard Kornfeld<\/strong> (*1967), zurzeit Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer und operativer Leiter von ETH Zurich | Space, zum Professor of Practice am Departement Maschinenbau und Verfahrenstechnik. Richard Kornfeld ist Experte f\u00fcr robotische Raumfahrtsysteme und war \u00fcber 25 Jahre am NASA\/Caltech Jet Propulsion Laboratory (JPL) t\u00e4tig. In verschiedenen F\u00fchrungsfunktionen begleitete er Raumfahrtmissionen und Projekte zur Technologieentwicklung, zudem verf\u00fcgt er \u00fcber langj\u00e4hrige Erfahrung im Mentoring von Ingenieurinnen und Ingenieuren. Seit dem 1. September 2025 ist er operativer Leiter von ETH Zurich | Space und tr\u00e4gt zur Weiterentwicklung der Raumfahrtaktivit\u00e4ten in Forschung, Lehre und Innovation bei. Richard Kornfeld engagiert sich als Dozent im viel beachteten neuen Masterstudiengang \u00abSpace Systems\u00bb. Seine Ernennung zum \u00abProfessor of Practice\u00bb, als zus\u00e4tzliche T\u00e4tigkeit, st\u00e4rkt die praxisnahe Lehre und Ausbildung und ist ein grosser Gewinn f\u00fcr die ETH Z\u00fcrich.<\/p>\n<h3>Verleihung des Titels \u00abProfessor of Practice\u00bb an der EPFL<\/h3>\n<p><strong>Dr. Urs Germann<\/strong> (*1971), zurzeit Abteilungsleiter beim Bundesamt f\u00fcr Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz, zum Professor of Practice an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Architektur, Bau- und Umweltingenieurwissenschaften. Urs Germann ist international anerkannt f\u00fcr seine Beitr\u00e4ge zur operativen Radar-Meteorologie in komplexem Gel\u00e4nde, insbesondere zu quantitativer Niederschlagsabsch\u00e4tzung, Nowcasting und deren hydrologischen Anwendungen. Er forscht an der Schnittstelle von Wissenschaft und Gesellschaft und verf\u00fcgt \u00fcber mehrj\u00e4hrige Lehrerfahrung als Gastdozent an der ETH Z\u00fcrich und der Universit\u00e4t Z\u00fcrich. An der EPFL wird Urs Germann einen Masterstudiengang anbieten, der darauf abzielt, Forschung und Technologie mit gesellschaftlichem Nutzen in der Fernerkundung von Klima und Umwelt zu verbinden. Damit schliesst er eine L\u00fccke im Lehrangebot der Sektion f\u00fcr Umweltwissenschaften und Umweltingenieurwesen (SSIE) und st\u00e4rkt die Kooperation mit MeteoSchweiz.<\/p>\n<h3>R\u00fccktritte ETH Z\u00fcrich<\/h3>\n<p><strong>Prof. Dr. Gabriel Aeppli<\/strong> (*1956), zurzeit ordentlicher Professor f\u00fcr Physik am Departement Physik (Doppelprofessur mit der EPFL), wird Ende November 2026 in den Ruhestand treten. Gabriel Aeppli kam 2013 an die ETH Z\u00fcrich und ist zudem der gr\u00fcndende Leiter des Bereichs Photon Science sowie Vizedirektor am Paul Scherrer Institut (PSI). Zu seinen Verdiensten geh\u00f6ren neben der Ausbildung zahlreicher Studierender die wissenschaftliche Inbetriebnahme des SwissFEL (Swiss Free Electron Laser) und wesentliche Teilnahme an der SLS (Swiss Light Source) 2.0, mit bis zu 10\u2019000-fach erg\u00e4nzter Potenz, und am Park Innovaare mit neuem PSI-Reinraum. Zu seinen bekannten Forschungsergebnissen geh\u00f6ren R\u00f6ntgentomogramme mit Weltrekordaufl\u00f6sung von integrierten Schaltkreisen. Gabriel Aeppli befasste sich mit der zeitabh\u00e4ngigen Struktur der Lichtpulse von freien Elekronenlaser, was zum ersten R\u00f6ntgen-Frequenzkamm f\u00fchrte. Diese und \u00e4hnliche Beitr\u00e4ge motivieren das neue Projekt SwissFELplus, dessen Ziel die Produktion beliebig einstellbarer R\u00f6ntgenwellen ist. Seit 2016 ist Gabriel Aeppli Mitglied des Schweizerischen Wissenschaftsrates.<\/p>\n<p><strong>Prof. Dr. David Basin<\/strong> (*1961), zurzeit ordentlicher Professor f\u00fcr Informatik (Informations\u00adsicherheit) am Departement Informatik, wird Ende Januar 2027 in den Ruhestand treten. Er kam 2002 an die ETH Z\u00fcrich. Seine Forschung in enger Zusammenarbeit mit der Industrie f\u00fchrte zu bahnbrechenden Fortschritten in den Grundlagen, Methoden und Werkzeugen zur \u00dcberpr\u00fcfung der Sicherheit von IT-Systemen. Er gr\u00fcndete mehrere Spin-offs und Forschungsinitiativen im Technologiebereich und brachte sieben Patente zur Anmeldung. David Basin wurde unter anderem mit der Ehrendoktorw\u00fcrde der Chalmers University of Technology f\u00fcr seine herausragenden Beitr\u00e4ge zur Cybersicherheit und dem Levchin Prize for Real-World Cryptography f\u00fcr die Entwicklung des Tamarin Prover ausgezeichnet. An der ETH Z\u00fcrich war er unter anderem (auch stellvertretender) Departementsvorsteher, Mitglied der Forschungskommission und der Doktoratskommission sowie mehrj\u00e4hriger Leiter des Instituts f\u00fcr Informationssicherheit. Aktuell leitet er den Beirat f\u00fcr den ETH Z\u00fcrich Campus Heilbronn.<\/p>\n<p><strong>Prof. Dr. Jan Carmeliet<\/strong> (*1961), zurzeit ordentlicher Professor f\u00fcr Bauphysik am Departement Maschinenbau und Verfahrenstechnik, wird Ende Januar 2027 in den Ruhestand treten. Jan Carmeliet kam 2008 an die ETH Z\u00fcrich. Seine Forschung umfasst die mehrskalige Analyse por\u00f6ser Materialien, Bauphysik, st\u00e4dtisches Mikroklima und st\u00e4dtische Energiesysteme. Sein Ansatz verkn\u00fcpft Materialverhalten im Nanobereich mit der Leistungsf\u00e4higkeit auf Stadtebene. Er baute ein bedeutendes Forschungsprogramm zur Modellierung des st\u00e4dtischen Mikroklimas auf und pr\u00e4gte auf nationaler Ebene massgeblich die Forschungslandschaft im Bereich Geb\u00e4udeenergie. Jan Carmeliet war Vorstandsmitglied des Energy Science Centre ETH, SNF Research Councilor sowie Mitglied der Forschungskommission der ETH Z\u00fcrich. Er gr\u00fcndete den Masterstudiengang \u00abIntegrated Building Systems\u00bb und f\u00f6rderte den Aufbau interdisziplin\u00e4rer Teams und Infrastrukturen, welche die Forschung auch weit \u00fcber seinen Ruhestand hinaus pr\u00e4gen werden.<\/p>\n<p><strong>Prof. Dr. J\u00e9r\u00f4me Faist<\/strong> (*1962), zurzeit ordentlicher Professor f\u00fcr Experimentalphysik am Departement Physik, wird Ende Januar 2027 in den Ruhestand treten. J\u00e9r\u00f4me Faist forscht im Bereich der Quanten- und Laserphysik und kam 2006 an die ETH Z\u00fcrich. Eine seiner gr\u00f6ssten Errungenschaften war die erste experimentelle Demonstration eines Quantenkaskadenlasers (QKL); die QKL-Forschung wurde im Wesentlichen von ihm begr\u00fcndet. Der H\u00f6hepunkt seiner Forschung an der ETH Z\u00fcrich ist die Entwicklung optischer Frequenzk\u00e4mme auf Basis von Quantenkaskadenlasern sowie die Untersuchung von Vakuumfluktuationen. J\u00e9r\u00f4me Faist h\u00e4lt 35 Patente und wurde zweimal mit einem ERC Advanced Grant ausgezeichnet. An der ETH Z\u00fcrich trug er als Leiter des Instituts f\u00fcr Quantenelektronik zur akademischen Selbstverwaltung bei und f\u00fchrte das Departement als Vorsteher sicher durch die Pandemie. Zudem pr\u00e4gte er das Departement als Dozent und Mentor f\u00fcr zahlreiche Studierende und Doktorierende.<\/p>\n<p><strong>Prof. Dr. David Gugerli<\/strong> (*1961), zurzeit ordentlicher Professor f\u00fcr Technikgeschichte am Departement Geistes-, Sozial- und Staatswissenschaften, wird Ende Oktober 2026 in den Ruhestand treten. David Gugerli vertritt eine kulturwissenschaftliche Technikgeschichte und kam 1997 an die ETH Z\u00fcrich. Seine Arbeitsschwerpunkte umfassen die politische Geschichte des K\u00f6rpers, der Elektrifizierung, die Kartografie des nationalen Raums und die Entwicklung technischer Hochschulen. In j\u00fcngerer Zeit befasst er sich mit der Geschichte von rechnergest\u00fctzten Suchverfahren und Datenbanken, wissensbasierter \u00d6konomie sowie Fragen der Berechenbarkeit und der Rolle des Computers. David Gugerli war von 2005 bis 2018 Gr\u00fcndungsmitglied des Zentrums f\u00fcr die Geschichte des Wissens, zudem erster Sprecher der Departementsvorsteherkonferenz und von 2009 bis 2016 Pr\u00e4sident der Strategiekommission der ETH Z\u00fcrich. Neben seiner erfolgreichen Lehre engagierte er sich als Mitglied der Forschungskommission, als Vorsteher und stellvertretender Vorsteher des Departements sowie als Leiter und stellvertretender Leiter des Instituts f\u00fcr Geschichte.<\/p>\n<p><strong>Prof. Dr. Johanna Jacobi<\/strong> (*1983), zurzeit Assistenzprofessorin f\u00fcr Agrar\u00f6kologische Transitionen am Departement Umweltsystemwissenschaften, wird die ETH Z\u00fcrich Ende September 2026 verlassen. Ihre Forschung mit Fokus auf tropische Regionen konzentriert sich auf Nachhaltigkeit und sozio-\u00f6kologische Resilienz in Landwirtschaft und Ern\u00e4hrungssystemen, auf agrar\u00f6kologische Themen sowie auf Machtbeziehungen in Ern\u00e4hrungssystemen und praktische Beispiele der Agroforstwirtschaft. Sie erhielt ein SNSF Eccellenza Professorial Fellowship und trug zu den ETH-Zielen bei, friedliche wissenschaftliche L\u00f6sungen f\u00fcr globale Probleme zu entwickeln. Johanna Jacobi wechselt als Professorin f\u00fcr Global Food Security im Luxembourg Centre for Social-Environmental Systems an die Universit\u00e4t Luxembourg.<\/p>\n<p><strong>Prof. Mariam Issoufou Mahamadou<\/strong> (*1979), zurzeit ordentliche Professorin f\u00fcr Architektonisches Erbe und Nachhaltigkeit am Departement Architektur, wird die ETH Z\u00fcrich Ende Dezember 2026 verlassen. Ihre Entwurfs- und Forschungsprofessur mit dekolonialer und intersektionaler Ausrichtung hat die eurozentrischen Annahmen hinterfragt, die in der Architekturgeschichte, der Denkmalpflege und dem Nachhaltigkeitsdiskurs verankert sind, und vertritt die These, dass lokale Baukulturen und eingebettetes Wissen aus dem Globalen S\u00fcden wichtige Lehren daf\u00fcr bereithalten, wie Architektur auf die Klimakrise reagieren kann. \u00a0Mariam Issoufou Mahamadou hat wesentlich dazu beigetragen, das Departement Architektur international neu zu positionieren. Sie verl\u00e4sst die ETH Z\u00fcrich, um den Schwerpunkt ihrer Arbeit neu auszurichten und ihr Engagement in der Architekturpraxis, im Schreiben und in den weiterreichenden kulturellen Debatten zu vertiefen, die ihr Werk angestossen hat.<\/p>\n<p><strong>Prof. Dr. Ursula Renold<\/strong> (*1961), zurzeit ordentliche Professorin f\u00fcr Bildungssysteme am Departement Management, Technologie und \u00d6konomie (D-MTEC), wird Ende Januar 2027 in den Ruhestand treten. Sie ist eine international anerkannte Expertin f\u00fcr die Gestaltung, Steuerung und Reform von Bildungssystemen und war Leiterin des Forschungsbereichs Bildungssysteme an der Konjunkturforschungsstelle (KOF, heute KOF Institut), bevor sie Ende 2019 zur ordentlichen Professorin am D-MTEC ernannt wurde. Im Zentrum ihrer Forschung stehen die international vergleichende Bildungssystemforschung, die Dynamik von Bildungssystemen sowie die Weiterentwicklung bildungspolitischer Prozesse. Unter ihrer Leitung entwickelte sich das Center on the Economics and Management of Education and Training Systems (CEMETS) zur international gefragten Marke. An der ETH Z\u00fcrich hat sie sich als engagierte Dozentin, stellvertretende Departementsvorsteherin und Leiterin des Doktoratskomitees verdient gemacht. Ursula Renold hat mit ihrem Beitrag zum Berufsbildungssystem und zu den Fachhochschulen in der Schweiz das Ansehen der ETH Z\u00fcrich in diesem Bereich gest\u00e4rkt.<\/p>\n<p><strong>Prof. Dr. Federica Sallusto <\/strong>(*1961), zurzeit ordentliche Professorin f\u00fcr Medizinische Immunologie am Departement Biologie, wird Ende Januar 2027 in den Ruhestand treten. Sie kam 2016 an die ETH Z\u00fcrich, in einer Doppelprofessur mit der Universit\u00e0 della Svizzera italiana (USI) in Lugano. Federica Sallusto ist eine weltweit anerkannte Wissenschaftlerin auf dem Gebiet der menschlichen Immunologie, deren Arbeit definiert hat, wie wir die Differenzierung, Migration und das immunologische Ged\u00e4chtnis von T-Zellen verstehen. Ihre Erkenntnisse haben die Impfstoffentwicklung sowie T-Zell-basierte Therapien beeinflusst. Sie hat drei Patente zur Anmeldung gebracht und zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen erhalten. An der ETH Z\u00fcrich hat sich Federica Sallusto als Dozentin und Mentorin f\u00fcr zahlreiche Doktorierende und Postdoktorierende verdient gemacht und die n\u00e4chste Generation von Immunologinnen und Immunologen gepr\u00e4gt.<\/p>\n<p><strong>Prof. Dr. Christoph Schwab<\/strong> (*1962), zurzeit ordentlicher Professor f\u00fcr Mathematik am Departement Mathematik, wird Ende Dezember 2026 in den Ruhestand treten. Christoph Schwab ist ein Experte f\u00fcr die numerische Analyse von partiellen Differentialgleichungen und Randelementmethoden und seit 1995 an der ETH Z\u00fcrich. Im Zentrum seiner Forschung, welche mit einem ERC Advanced Grant unterst\u00fctzt wurde, steht die mathematische Analyse numerischer Methoden, speziell hochdimensionale Approximation, exponentielle Konvergenz von hp-Finite-Element Methoden sowie Monte-Carlo Methoden. Christoph Schwab war von 2002 bis 2026 Mitglied des Steering Committee der International Conference on Spectral and High Order Methods, dessen Vorsitz er von 2016 bis 2025 innehatte. An der ETH Z\u00fcrich pr\u00e4gte er nicht nur massgeblich den Unterricht, sondern trug zudem als mehrj\u00e4hriger Vorsteher und stellvertretender Vorsteher des Seminars f\u00fcr Angewandte Mathematik sowie als Mitglied der Forschungskommission zur akademischen Selbstverwaltung bei.<strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h3>R\u00fccktritte EPFL<\/h3>\n<p><strong>Prof. Dr. Andreas Fuster<\/strong> (*1980), derzeit ausserordentlicher Professor f\u00fcr Finanzen am College of Management of Technology (CDM), wird die EPFL Ende September 2026 verlassen. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen empirische Finanzwissenschaft, Makro\u00f6konomie und Verhaltens\u00f6konomie, mit besonderem Fokus auf den Kreditm\u00e4rkten f\u00fcr Privathaushalte. W\u00e4hrend seiner Zeit an der EPFL hat sich Andreas Fuster zu einem international anerkannten Wissenschaftler auf seinem Gebiet entwickelt, was sich in seiner Berufung in die Redaktionsbeir\u00e4te mehrerer f\u00fchrender Fachzeitschriften widerspiegelt. Am CDM wurde Andreas Fuster mehrfach mit dem Best Teacher Award der Sektion Financial Engineering ausgezeichnet. Seit Januar 2025 leitet er\u00a0das Doktoratsprogramm f\u00fcr Finanzwissenschaften (EDFI). Er verl\u00e4sst die EPFL, um eine Stelle als ordentlicher Professor an der Universit\u00e4t Z\u00fcrich anzutreten.<\/p>\n<p><strong>Prof. Dr. Caglar Gulcehre<\/strong> (*1985), zurzeit Tenure-Track-Assistenzprofessor f\u00fcr Informatik und Kommunikationssysteme an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Informatik und Kommunikation, wird die EPFL Ende Juli 2026 verlassen. Caglar Gulcehre ist ein herausragender Forscher in den Bereichen Reinforcement Learning, Deep Learning, Representation Learning sowie Natural Language Processing und war zuletzt w\u00e4hrend eines Sabbaticals als Senior Principal Research Scientist am Microsoft AI Research Lab in England t\u00e4tig. Diese T\u00e4tigkeit wird er nun fortsetzen. An der EPFL hat Caglar Gulcehre wesentlich zum wissenschaftlichen Profil und Ansehen der Institution beigetragen und bleibt an einer weiteren Zusammenarbeit interessiert.<\/p>\n<p><strong>Prof. Dr. Nicola Marzari<\/strong> (*1966), zurzeit ordentlicher Professor f\u00fcr Materialwissenschaften an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Ingenieurwissenschaften, wird die EPFL Ende Oktober 2026 verlassen. Nicola Marzari kam 2011 als Leiter des Labors f\u00fcr Materialtheorie und -simulation an die EPFL und leitete zudem den NCCR MARVEL (2014\u20132026) sowie das Labor f\u00fcr Materialsimulation am PSI (2021\u20132026). Seine Forschung konzentriert sich auf die Entwicklung und Anwendung von Methoden der Elektronenstruktur, um neue Materialien zu verstehen, vorherzusagen, zu entwerfen und zu entdecken. Nicola Marzari wechselt an die Cambridge University, wo er zum zehnten Cavendish-Professor f\u00fcr Physik ernannt wurde \u2013 eine Position, die zuvor von Pionieren der Physik wie J. C. Maxwell, J. J. Thomson, E. Rutherford und N. Mott besetzt wurde.<\/p>\n<p><strong>Prof. Dr. Georgios Moschidis<\/strong> (*1991), zurzeit Tenure-Track-Assistenzprofessor f\u00fcr Mathematik an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Grundlagenwissenschaften, wird die EPFL Ende August 2026 verlassen. Georgios Moschidis hat den Lehrstuhl f\u00fcr mathematische allgemeine Relativit\u00e4tstheorie inne. Trotz seines jungen Alters hat er sich auf internationaler Ebene bereits im Bereich der Analysis und der allgemeinen Relativit\u00e4tstheorie einen Namen gemacht. Georgios Moschidis ist ein brillanter junger Forscher sowie ein engagierter Mentor und Dozent, der bei den Studierenden und seinen Kollegen an der EPFL sehr gesch\u00e4tzt wird. Er verl\u00e4sst die EPFL aus pers\u00f6nlichen Gr\u00fcnden und um eine Professur an der Nationalen Technischen Universit\u00e4t Athen, Griechenland, anzunehmen.<\/p>\n<p><strong>Prof. Dr. Federica Zeni<\/strong> (*1989), zurzeit Tenure-Track-Assistenzprofessorin f\u00fcr Finanzen am College of Management of Technology (CDM), wird die EPFL Ende Juni 2026 verlassen. Der Forschungsschwerpunkt von Federica Zeni liegt auf nachhaltiger Finanzwirtschaft, mit besonderem Augenmerk auf gr\u00fcnen Finanztiteln, den Auswirkungen von CO\u2082 auf die \u00f6kologische Transformation von Unternehmen sowie der Komplementarit\u00e4t zwischen Umweltpolitik und nachhaltiger Finanzwirtschaft bei der Beschleunigung der gr\u00fcnen Transformation. Federica Zeni ist eine brillante junge Forscherin und engagierte Dozentin in den Bereichen nachhaltiges Management und nachhaltige Finanzen, die an der EPFL sehr gesch\u00e4tzt wird. Sie verl\u00e4sst die EPFL aus pers\u00f6nlichen Gr\u00fcnden.<\/p>\n<p><em>Der ETH-Rat verdankt die Leistungen der scheidenden Professorinnen und Professoren in Wissenschaft, Lehre und akademischer Verwaltung.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der ETH-Rat hat an seiner Sitzung vom 20.\/21. 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