{"id":57873,"date":"2026-03-05T14:49:23","date_gmt":"2026-03-05T13:49:23","guid":{"rendered":"https:\/\/ethrat.ch\/?p=57873"},"modified":"2026-03-05T14:49:23","modified_gmt":"2026-03-05T13:49:23","slug":"ernennungen-maerz-26","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ethrat.ch\/de\/ernennungen-maerz-26\/","title":{"rendered":"19 Professorinnen und Professoren an den beiden ETH ernannt"},"content":{"rendered":"<h2>Neuernennungen ETH Z\u00fcrich<\/h2>\n<p><strong>Dr. Thea Klaeboe Aarrestad<\/strong> (*1987), zurzeit SNF Ambizione Fellow und Projektleiterin an der ETH Z\u00fcrich, zur Assistenzprofessorin f\u00fcr Teilchenphysik am Departement Physik. Thea Klaeboe Aarrestads Forschungsprofil liegt an der Schnittstelle von experimenteller Teilchenphysik, maschinellem Lernen und spezialisierter Hardware. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung und Implementierung von Machine-Learning-Verfahren f\u00fcr die Echtzeit-Datenverarbeitung am Large Hadron Collider (LHC), insbesondere auf Field-Programmable Gate Arrays im Hardware-Trigger des CMS-Experiments am CERN. Sie wurde mit einem ERC Starting Grant ausgezeichnet. Mit der Berufung von Thea Klaeboe Aarrestad verst\u00e4rkt die ETH Z\u00fcrich die Forschung und Lehre im Bereich Machine Learning in der Echtzeit-Datenverarbeitung in der Teilchenphysik und f\u00f6rdert die Kollaborationen mit dem CERN, internationalen Universit\u00e4ten sowie Industriepartnern.<\/p>\n<p><strong>Prof. Dr. Aline B\u00fctikofer<\/strong> (*1981), zurzeit ordentliche Professorin an der Norwegian School of Economics, Norwegen, zur ordentlichen Professorin f\u00fcr Empirische Gesundheits\u00f6konomie am Departement Management, Technologie und \u00d6konomie (Doppelprofessur mit der Universit\u00e0 della Svizzera italiana). Aline B\u00fctikofer z\u00e4hlt zu den international f\u00fchrenden Wissenschaftlerinnen auf dem Gebiet der empirischen Gesundheits\u00f6konomie. Ihre interdisziplin\u00e4re Forschung widmet sich den langfristigen Auswirkungen von Umweltfaktoren und Politikmassnahmen auf Gesundheit, kognitive Entwicklung, soziale Mobilit\u00e4t und Ungleichheit. Mit der Ernennung von Aline B\u00fctikofer gewinnen die ETH Z\u00fcrich und die Universit\u00e0 della Svizzera italiana eine herausragende Forscherinnenpers\u00f6nlichkeit, die wesentlich zur globalen Sichtbarkeit und Exzellenz der beiden Institutionen im Bereich der empirischen Gesundheits\u00f6konomie beitragen wird.<\/p>\n<p><strong>Dr. Claire Donnelly<\/strong> (*1991), zurzeit Gruppenleiterin am Max-Planck-Institut f\u00fcr Chemische Physik fester Stoffe in Dresden, Deutschland, zur ordentlichen Professorin f\u00fcr Multidimensionale Nanomaterialien am Departement Materialwissenschaft verbunden mit der Leitung der Gruppe f\u00fcr Multidimensionale Nanomaterialien am Paul Scherrer Institut (PSI). Claire Donnellys Forschungsinteressen umfassen Magnetismus, topologische Strukturen, strukturierte Quantenmaterialien, Synchrotron-R\u00f6ntgenstrahlung und die Nanofabrikation von 3D-Strukturen. Sie hat bereits herausragende Beitr\u00e4ge zur Weiterentwicklung der R\u00f6ntgentechnik, zur Charakterisierung von Spintexturen sowie zur fortschrittlichen Nanofabrikation geleistet und wurde f\u00fcr ihre Arbeit vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit einem ERC Starting Grant. Mit der Ernennung von Claire Donnelly st\u00e4rkt das Departement das Gebiet der R\u00f6ntgenbildgebung und Tomographie sowie die strategisch wichtige Zusammenarbeit mit dem PSI.<\/p>\n<p><strong>Prof. Dr. Annette Idler<\/strong> (*1985), zurzeit Associate Professorin an der University of Oxford, Grossbritannien, zur ordentlichen Professorin f\u00fcr Globale Sicherheit am Departement Geistes-, Sozial- und Staatswissenschaften. Die Forschungsschwerpunkte von Annette Idler liegen in der globalen Sicherheit, insbesondere im Zusammenhang mit bewaffneten Konflikten, der globalen illegalen \u00d6konomie, dem \u00dcbergang von Krieg zu Frieden sowie den Verflechtungen zwischen lokalen Konfliktdynamiken und globalen Macht- und Ordnungsverschiebungen. Sie ber\u00e4t Regierungen und internationale Organisationen und ist eine gefragte Expertin f\u00fcr Fragen der globalen Sicherheitspolitik. Mit ihrer Berufung st\u00e4rkt das Departement seine Kompetenzen in der Konflikt- und Sicherheitsforschung. Ab 2029 wird Annette Idler als Direktorin des Kompetenzzentrums f\u00fcr Schweizer und internationale Sicherheitspolitik CSS die Verbindungen zwischen Wissenschaft und Praxis weiter st\u00e4rken.<\/p>\n<p><strong>Dr. Philipp Rehner<\/strong> (*1993), zurzeit Oberassistent und Dozent an der ETH Z\u00fcrich, zum Assistenzprofessor f\u00fcr Molekulare und Technische Thermodynamik am Departement Maschinenbau und Verfahrenstechnik. Im Zentrum von Philipp Rehners mehrfach ausgezeichneter Forschung, darunter ein SNSF Starting Grant, steht die molekulare Beschreibung von Phasengrenzfl\u00e4chen als Schl\u00fcssel f\u00fcr Stoff- und W\u00e4rmetransport sowie die Prozesseffizienz. Mit innovativen mathematischen Methoden erm\u00f6glicht er die Anwendung rigoroser thermodynamischer Modelle zur Optimierung von Prozessen und Materialien und tr\u00e4gt so wesentlich zu Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz in der chemischen Industrie bei. Mit der Berufung von Philipp Rehner st\u00e4rkt das Departement seine Kompetenz in der molekularen Modellierung und f\u00f6rdert die interdisziplin\u00e4re Zusammenarbeit innerhalb der ETH Z\u00fcrich.<\/p>\n<p><strong>Dr. Serina Robinson<\/strong> (*1993), zurzeit Forschungsgruppenleiterin an der Eawag, zur Assistenzprofessorin f\u00fcr Umweltbiochemie am Departement Umweltsystemwissenschaften. Die mehrfach ausgezeichnete Forschung von Serina Robinson verbindet Experimente mit computergest\u00fctzter Modellierung, um vorherzusagen, wie Enzyme Industriechemikalien, Pharmazeutika und Agrochemikalien umwandeln. Sie untersucht die Wechselwirkung zwischen biologischen Systemen und per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS), die aufgrund ihrer best\u00e4ndigen Kohlenstoff-Fluor-Bindungen als \u00abewige Chemikalien\u00bb bezeichnet werden. Mit der Berufung von Serina Robinson, die mit einem ERC Starting Grant ausgezeichnet wurde, verst\u00e4rkt das Departement u. a. die interdepartementalen Verbindungen zu den Departementen Biologie und Gesundheitswissenschaften und Technologie sowie die Zusammenarbeit mit der Eawag und internationalen Partnern.<\/p>\n<p><strong>Dr. Konrad Viebahn<\/strong> (*1991), zurzeit Oberassistent an der ETH Z\u00fcrich, zum Assistenzprofessor f\u00fcr Quantenphysik am Departement Physik. Konrad Viebahns Forschung konzentriert sich auf die Quanteninformationsverarbeitung mit neutralen Atomen. Da herk\u00f6mmliche Quantenrechner in ihrer Leistungsf\u00e4higkeit noch limitiert sind, widmet er sich der Entwicklung gr\u00f6sserer und pr\u00e4ziserer Systeme. Dabei ist ein entscheidender Vorteil seines Ansatzes gegen\u00fcber g\u00e4ngigen Plattformen die Skalierbarkeit. Konrad Viebahn wurde mit einem ERC Starting Grant ausgezeichnet. Mit seiner Berufung verst\u00e4rkt das Departement den Bereich der Quantenwissenschaften sowie der modernen Atomphysik und st\u00e4rkt die Synergien mit den Departementen Informatik sowie Materialwissenschaft in diesem zukunftsweisenden Technologiefeld.<\/p>\n<h2>Bef\u00f6rderungen ETH Z\u00fcrich<\/h2>\n<p><strong>Prof. Dr. Petra S. Dittrich<\/strong> (*1974), zurzeit ausserordentliche Professorin an der ETH Z\u00fcrich, zur ordentlichen Professorin f\u00fcr Bioanalytik am Departement Biosysteme. Petra Dittrich ist eine f\u00fchrende Forscherin an der Schnittstelle von Mikrosystemtechnik und Biowissenschaften und hat mit ihren Beitr\u00e4gen beide Bereiche massgeblich vorangebracht. Ihre Expertise liegt im Bereich der Entwicklung und Herstellung miniaturisierter Ger\u00e4te, der Assay-Entwicklung sowie der \u00dcberwachung\/Bildgebung biologischer Prozesse. Ihre Arbeit ist darauf ausgerichtet, Grundlagenforschung in praktische Anwendungen umzusetzen. Petra Dittrich wurde f\u00fcr ihre Forschung vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit einem ERC Starting Grant und einem ERC Consolidator Grant. Seit 2021 ist sie Studiendirektorin f\u00fcr zwei Masterstudieng\u00e4nge.<\/p>\n<p><strong>Prof. Dr. David Kaufmann<\/strong> (*1985), zurzeit Tenure-Track-Assistenzprofessor an der ETH Z\u00fcrich, zum ausserordentlichen Professor f\u00fcr Raumentwicklung und Stadtforschung am Departement Bau, Umwelt und Geomatik. David Kaufmanns mehrfach ausgezeichnete Forschung deckt Bereiche ab, die f\u00fcr die Gesellschaft in der Schweiz und weltweit von grundlegender Bedeutung sind \u2013 Stadtforschung, Raumplanung, Politikwissenschaft, Migrationsforschung \u2013, wobei Schwerpunkte insbesondere auf Verdichtung und Wohnungsbau, nachhaltiger Stadtentwicklung sowie humanit\u00e4rer Hilfe und Entwicklungsplanung liegen. Seine Arbeit hat den Forschungsstand in vielen dieser Bereiche erheblich vorangebracht. Mit der Bef\u00f6rderung von David Kaufmann erhalten sich das Departement und die ETH Z\u00fcrich einen hervorragenden Dozenten und anerkannten Experten, dessen zuk\u00fcnftige Forschung weiterhin einen entscheidenden Beitrag zu einem national und international dringlichen Themenbereich leisten wird.<\/p>\n<p><strong>Prof. Dr. Rasmus Kyng<\/strong> (*1988), zurzeit Tenure-Track-Assistenzprofessor an der ETH Z\u00fcrich, zum ausserordentlichen Professor f\u00fcr Theoretische Informatik am Departement Informatik. Rasmus Kyng ist ein international anerkannter und brillanter Experte f\u00fcr die Entwicklung schneller Algorithmen f\u00fcr Optimierungsprobleme. Seine unter anderem mit einem SNSF Starting Grant ausgezeichneten Forschungsarbeiten umfassen kombinatorische Optimierung, computergest\u00fctzte lineare Algebra und dynamische Graphalgorithmen, mit mehreren revolution\u00e4ren Ergebnissen. Rasmus Kyng ist ein sehr engagierter Dozent und ein hoch angesehenes Mitglied des Departements, in dessen Dienst er sich auch als Mitglied der Strategiekommission, der Lehrkommission und des Vorstands des Instituts f\u00fcr Theoretische Informatik stellt. Mit seiner Bef\u00f6rderung erhalten sich das Departement und die ETH Z\u00fcrich einen herausragenden Wissenschaftler, der auch k\u00fcnftig eine f\u00fchrende Rolle in der Informatiktheorie einnehmen wird.<\/p>\n<p><strong>Prof. Dr. Sai Reddy<\/strong> (*1980), zurzeit ausserordentlicher Professor an der ETH Z\u00fcrich, zum ordentlichen Professor f\u00fcr System- und Synthetische Immunologie am Departement Biosysteme. Sai Reddy ist ein international f\u00fchrender und vision\u00e4rer Wissenschaftler auf dem Gebiet der Immunotechnik. Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht die Erfindung und Anwendung neuartiger Technologien zur Manipulation des Immunsystems. Er h\u00e4lt 13 Patente, von denen viele lizenziert wurden, und ist \u00fcberaus erfolgreich bei der Einwerbung von Drittmitteln. Zu seinem F\u00f6rderportfolio geh\u00f6ren u. a. ein ERC Starting Grant sowie mehrere Projektzusch\u00fcsse des Schweizerischen Nationalfonds. Sai Reddy ist ein herausragender und engagierter Vertreter der ETH Z\u00fcrich und seines Departements, der ein starkes Alumni-Netzwerk aufgebaut hat. Seine Berufung steigert das Ansehen der ETH Z\u00fcrich und erm\u00f6glicht weitere Kooperationen mit der Industrie.<\/p>\n<p><strong>Prof. Dr. Shinichi Sunagawa<\/strong> (*1978), zurzeit ausserordentlicher Professor an der ETH Z\u00fcrich, zum ordentlichen Professor f\u00fcr Mikrobiomforschung am Departement Biologie. Shinichi Sunagawa ist eine international f\u00fchrende Pers\u00f6nlichkeit auf dem Gebiet der marinen mikrobiellen \u00d6kologie und insbesondere der metagenomischen Analysen mariner Mikrobiome. Seine Forschung zielt darauf ab, die Mechanismen hinter mikrobiellen Interaktionen aufzudecken und damit Anwendungen in den Bereichen \u00d6kosystem\u00fcberwachung, Naturschutz und \u00d6ffentlichkeitsarbeit zu unterst\u00fctzen. An der ETH Z\u00fcrich engagiert er sich vielseitig, unter anderem in der Leitung des Instituts f\u00fcr Mikrobiologie. Die Bef\u00f6rderung von Shinichi Sunagawa wird dazu beitragen, die in den vergangenen Jahren erschlossenen Synergien mit der Universit\u00e4t Z\u00fcrich und dem Universit\u00e4tsspital Z\u00fcrich zu festigen sowie das nationale Forschungsprogramm NCCR Microbiomes und die internationale Vernetzung der Mikrobiomforschung zu st\u00e4rken.<\/p>\n<h2>Neuernennungen EPFL<\/h2>\n<p><strong>Dr. Tomas Aidukas <\/strong>(*1992), zurzeit Postdoktorand am Paul Scherrer Institut PSI, zum Assistenzprofessor f\u00fcr Physik an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Grundlagenwissenschaften. Tomas Aidukas ist Spezialist f\u00fcr computergest\u00fctzte Bildgebung, insbesondere f\u00fcr die Entwicklung und Anwendung ptychographischer Techniken. Seine Forschung zielt darauf ab, die physikalischen und rechnerischen Grenzen der Mikroskopie zu erweitern, mit Anwendungen in der hochaufl\u00f6senden optischen und R\u00f6ntgenbildgebung. Zu den wichtigsten Ergebnissen seiner Arbeit geh\u00f6rt die Erreichung der weltweit besten Aufl\u00f6sung in der 3D-R\u00f6ntgenmikroskopie dank ptychographischer Tomographie. Tomas Aidukas kommt mit einen SNSF Starting Grant f\u00fcr das Projekt NEXUS\u20113D (Nanoscale Examination of Ultra-Small Structures in 3D Using X-rays) an die EPFL, das sich der Entwicklung fortschrittlicher Methoden der R\u00f6ntgenmikroskopie und deren Anwendungen in der Halbleitermesstechnik widmet. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem PSI durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p><strong>Prof. Dr. Kenneth Holstein <\/strong>(*1991), zurzeit Assistenzprofessor an der Carnegie Mellon University, USA, zum Tenure-Track-Assistenzprofessor f\u00fcr Informatik und Kommunikationssysteme an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Informatik und Kommunikation. Kenneth Holsteins Forschung befasst sich mit der Komplementarit\u00e4t von Mensch und KI und untersucht, wie k\u00fcnstliche Intelligenz menschliche F\u00e4higkeiten sinnvoll erg\u00e4nzen kann, statt sie zu ersetzen. Seine Forschung ist stark auf die Erziehungswissenschaften ausgerichtet. Damit behandelt er Themen von gesellschaftlich und wirtschaftlich grosser Relevanz. Ziel seiner Arbeit ist es, die L\u00fccken zwischen menschlicher und k\u00fcnstlicher Intelligenz zu schliessen, grundlegend neue Formen der KI-gest\u00fctzten Entscheidungsfindung zu schaffen und Systeme zu entwickeln, die menschliche Arbeit, Fachwissen und lokales Wissen respektieren. Mit seinem interdisziplin\u00e4ren Ansatz wird Kenneth Holstein die Bereiche KI, Kognitions- und Bildungswissenschaften, Statistik und maschinelles Lernen an der EPFL nachhaltig bereichern.<\/p>\n<h2>Bef\u00f6rderungen EPFL<\/h2>\n<p><strong>Prof. Dr. Volkan Cevher<\/strong> (*1978), zurzeit ausserordentlicher Professor an der EPFL, zum ordentlichen Professor f\u00fcr Elektrotechnik und Elektronik an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Ingenieur\u00adwissenschaften. Volkan Cevhers Forschung hat massgeblich zu den mathematischen und algorithmischen Grundlagen des maschinellen Lernens und der k\u00fcnstlichen Intelligenz beigetragen, insbesondere in den Bereichen Optimierung, gross angelegtes Lernen und Inferenz, mit einem starken Fokus auf dem Training und Verst\u00e4ndnis moderner Grundlagenmodelle. Seit seinem Eintritt in die EPFL hat er ein international f\u00fchrendes Forschungsprogramm aufgebaut. Volkan Cevher engagiert sich aktiv im Technologietransfer, hat langfristige Kooperationen mit der Industrie aufgebaut und wurde mit renommierten Auszeichnungen geehrt, darunter ein ERC Starting Grant und ein ERC Consolidator Grant.<\/p>\n<p><strong>Prof. Dr. Bruno Correia<\/strong> (*1980), zurzeit ausserordentlicher Professor an der EPFL, zum ordentlichen Professor f\u00fcr Bioingenieurwesen an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Ingenieurwissenschaften. Bruno Correias Forschungsschwerpunkte liegen an der Schnittstelle zwischen Strukturbiologie, Protein-Engineering und k\u00fcnstlicher Intelligenz. Er hat wichtige Beitr\u00e4ge zum De-novo-Design molekularer Interaktionen und funktioneller Proteine geleistet, die in der synthetischen Biologie, dem Immunoengineering und der Arzneimittelforschung Anwendung finden. Seine viel zitierten Arbeiten haben zu Patenten und bedeutenden industriellen Kooperationen gef\u00fchrt. Er ist Tr\u00e4ger renommierter Auszeichnungen, darunter ein ERC Consolidator Grant und der universit\u00e4re Latsis-Preis, und spielt eine wichtige Rolle in der Lehre, insbesondere als Leiter des Doktorandenprogramms f\u00fcr Bioingenieurwesen.<\/p>\n<p><strong>Prof. Dr. Jacques Fellay<\/strong> (*1974), zurzeit ausserordentlicher Professor an der EPFL sowie an der Universit\u00e4t und dem Universit\u00e4tsspital Lausanne, zum ordentlichen Professor f\u00fcr Life Sciences an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Lebenswissenschaften. Jacques Fellay ist ein international renommierter Wissenschaftler an der Schnittstelle zwischen Genomik, Infektionskrankheiten, personalisierter Medizin und maschinellem Lernen. Er konzipierte den Genom-zu-Genom-Ansatz, um genetische Variationen des Wirts und des Erregers gleichzeitig zu analysieren. Von ihm entwickelte bioinformatische Tools haben die Analyse von Infektionen in der gesamten wissenschaftlichen Gemeinschaft erleichtert und neue Forschungswege er\u00f6ffnet. Jacques Fellay pflegt enge Kontakte zu Spit\u00e4lern. Seine Expertise in den Bereichen Infektionskrankheiten, Genomik und computergest\u00fctzte Ans\u00e4tze sowie seine klinische Erfahrung machen ihn zu einem herausragenden Mitglied der Fakult\u00e4t und der EPFL.<\/p>\n<p><strong>Prof. Dr. Elisa Oricchio<\/strong> (*1979), zurzeit ausserordentliche Professorin an der EPFL, zur ordentlichen Professorin f\u00fcr Life Sciences an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Lebenswissenschaften. Elisa Oricchio forscht im Bereich der Krebs-Epigenetik und Chromatinbiologie. Sie befasst sich mit dem Zusammenhang zwischen der dreidimensionalen Organisation des Genoms und der Pathogenese und Behandlung von Krebs. Dabei verfolgt sie einen neuen Forschungsansatz, um auf der Grundlage dieser Erkenntnisse neue biologische Wirkstoffe f\u00fcr therapeutische Zwecke zu entwickeln. Elisa Oricchio pflegt wertvolle Kontakte zu den Onkologieabteilungen verschiedener Spit\u00e4ler in der Schweiz und leitete die Initiative TumorShare, welche die experimentellen Ergebnisse von Patientenbiopsien f\u00fcr die Therapieentscheidung an die Tumorboards in den Krankenh\u00e4usern weiterleitet. Durch die Bef\u00f6rderung von Elisa Oricchio erh\u00e4lt sich die Fakult\u00e4t eine herausragende und engagierte Wissenschaftlerin und Dozentin.<\/p>\n<p><strong>Prof. Dr. Mathias Payer<\/strong> (*1981), zurzeit ausserordentlicher Professor an der EPFL, zum ordentlichen Professor f\u00fcr Informatik und Kommunikationssysteme an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Informatik und Kommunikation. Mathias Payer gilt als einer der einflussreichsten Forscher seiner Generation auf dem Gebiet der Sicherheit von Informationssystemen. Seine Arbeit zielt darauf ab, Software-Schwachstellen in grossem Massstab zu identifizieren, zu analysieren und zu verhindern. Mit seinen Beitr\u00e4gen hat er den Bereich der Cybersicherheit tiefgreifend gepr\u00e4gt und dazu beigetragen, neue methodische Standards f\u00fcr die Forschung in diesem strategischen Bereich zu definieren. F\u00fcr seine Arbeit wurde Mathias Payer mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit einem ERC Starting Grant sowie einem ERC Advanced Grant. Die Bef\u00f6rderung eines Experten seines Kalibers erm\u00f6glicht es der Fakult\u00e4t und der EPFL, in einer f\u00fcr die Gesellschaft strategisch wichtigen und grundlegenden Disziplin weiterhin eine Vorreiterrolle einzunehmen.<\/p>\n<h2>R\u00fccktritt ETH Z\u00fcrich<\/h2>\n<p><strong>Prof. Dr. N\u00faria Casacuberta Arola <\/strong>(*1982), zurzeit Assistenzprofessorin f\u00fcr Physikalische Ozeanographie am Departement Umweltsystemwissenschaften, wird die ETH Z\u00fcrich Ende April 2026 verlassen. N\u00faria Casacuberta Arolas Forschung wurde mit einem ERC Consolidator Grant und einem SNF PRIMA-Beitrag ausgezeichnet und konzentriert sich darauf, mit Hilfe von Spurenstoffen ein besseres Verst\u00e4ndnis der Ozeanzirkulation zu erhalten. Durch ihre Expertise auf dem Gebiet der Umweltradioaktivit\u00e4t konnte sie im Rahmen eines internationalen Forschungsprojektes einen wesentlichen Beitrag zum Verst\u00e4ndnis der Ausbreitung radioaktiver Schadstoffe im Pazifischen Ozean nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima leisten. N\u00faria Casacuberta Arola verl\u00e4sst die ETH Z\u00fcrich, um ihre wissenschaftliche Laufbahn in Barcelona am Institut de Ci\u00e8ncies del Mar (ICM-CSIC) fortzusetzen.<\/p>\n<h2>R\u00fccktritte EPFL<\/h2>\n<p><strong>Prof. Dr. Thomas Mountford<\/strong> (*1961), zurzeit ordentlicher Professor f\u00fcr Stochastische Prozesse an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Grundlagenwissenschaften, wird Ende Juli 2026 in den Ruhestand treten. Thomas Mountford kam im Jahr 2001 als ordentlicher Professor an die EPFL. Er ist ein anerkannter Spezialist f\u00fcr Wahrscheinlichkeitstheorie und stochastische Prozesse, der einen bedeutenden Beitrag zum Verst\u00e4ndnis komplexer Zufallssysteme und grundlegender Wahrscheinlichkeitsmodelle geleistet hat. Thomas Mountford hat zahlreiche Forschungsf\u00f6rderungen vom Schweizerischen Nationalfonds sowie mehrere renommierte Auszeichnungen erhalten. An der EPFL war er massgeblich an der Ausbildung mehrerer Generationen von Mathematikern mit Spezialisierung auf Stochastik beteiligt. Durch sein Engagement in Forschung und Lehre sowie seine Verdienste um die wissenschaftliche Gemeinschaft hat er die EPFL sehr bereichert.<\/p>\n<p><strong>Prof. Dr. Olivier Schneider <\/strong>(*1961), zurzeit ordentlicher Professor f\u00fcr Elementarteilchenphysik an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Grundlagenwissenschaften, wird Ende August 2026 in den Ruhestand treten. Olivier Schneider kam 2003 als ausserordentlicher Professor an die EPFL und wurde 2010 zum ordentlichen Professor bef\u00f6rdert. Olivier Schneider hat bedeutende Beitr\u00e4ge zur Teilchenphysik geleistet. Er war insbesondere einer der f\u00fchrenden Akteure der internationalen Kooperationen beim Belle-Experiment in Japan und beim LHCb-Experiment am CERN. An der EPFL ist Olivier Schneider seit 2016 stellvertretender Direktor des Instituts f\u00fcr Physik. Zuvor war er unter anderem Leiter des Doktoratsprogramms f\u00fcr Physik. Sein ausgepr\u00e4gtes Engagement f\u00fcr die Lehre und sein Einsatz f\u00fcr die EPFL haben massgeblich zum Ansehen und Aufschwung der Hochschule beigetragen.<\/p>\n<p><strong>Prof. Dr. Didier Trono<\/strong> (*1956), zurzeit ordentlicher Professor f\u00fcr Life Sciences an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Lebenswissenschaften, wird Ende Oktober 2026 in den Ruhestand treten. Didier Trono ist Virologe und kam 2004 als ordentlicher Professor an die EPFL. Er ist einer der renommiertesten Experten im Bereich der Life Sciences und hat zu den Wechselwirkungen zwischen Viren und ihren Wirten geforscht. Unter anderem entwickelte er lentivirale Vektoren, die zur Behandlung verschiedener Erbkrankheiten und in der Krebstherapie eingesetzt werden. In j\u00fcngerer Zeit hat Didier Trono bemerkenswerte Beitr\u00e4ge auf dem Gebiet der Epigenetik geleistet. Er h\u00e4lt zahlreiche Patente und wurde f\u00fcr seine Arbeit vielfach ausgezeichnet, darunter zweimal mit einem ERC Advanced Grant. An der EPFL hat sich Didier Trono durch sein umfassendes Engagement und insbesondere als Dekan der Fakult\u00e4t f\u00fcr Lebenswissenschaften der EPFL von 2004 bis 2012 verdient gemacht.<\/p>\n<p><em>Der ETH-Rat verdankt die Leistungen der scheidenden Professorin und Professoren in Wissenschaft, Lehre und akademischer Verwaltung.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der ETH-Rat hat 7 Professorinnen und 12 Professoren ernannt sowie den R\u00fccktritt von einer Professorin und 3 Professoren mit Verdankung zur Kenntnis genommen. <\/p>\n","protected":false},"author":12,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":"","_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[263],"tags":[],"search-tag":[],"class_list":["post-57873","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-medienmitteilung"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.3 - 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