Bestimmte Tumorarten können mit dem Spot-Scanning-Verfahren, das am PSI entwickelt wurde, extrem präzise bestrahlt werden. Das Verfahren wird weltweit eingesetzt.

Die Gantry 2: Während der Behandlung werden Tumorbewegungen mit bildgebenden Verfahren erfasst und berücksichtigt.

Das PSI hat für die Protonentherapie eine einzigartige Bestrahlungstechnik entwickelt, das so genannte Spot-Scanning-Verfahren. Der im Teilchenbeschleuniger auf 180 000 km/sec beschleunigte Protonenstrahl wird im Bestrahlungsgerät, der Protonen-Gantry, mit Elektromagneten millimetergenau in den Tumor gelenkt, wo er beim Stoppen seine zerstörerische Wirkung entfaltet. Das umliegende Gewebe sowie kritische Organe in der Nähe des Tumors werden optimal geschont. Die neue Technik eignet sich besonders zur Behandlung krebskranker Kinder und für Tumoren, die mit herkömmlichen Methoden nicht genügend intensiv und genau bestrahlt werden können.

Seit 1996 wurden mit dem PSI-Verfahren rund 600 Patientinnen und Patienten erfolgreich behandelt. Die neue Technik beginnt sich nun international durchzusetzen. In der Radiotherapie tätige Industrieunternehmen interessieren sich für die hohe Präzision, die mit dem neuen Verfahren erzielt werden kann. Weltweit werden nun Protonentherapieanlagen mit Scanning-Technik aus- oder nachgerüstet. Das PSI arbeitet dabei bereits an der nächsten Generation von Protonen-Bestrahlungsgeräten – Gantry 2 genannt. Das dort eingesetzte fortgeschrittene Scanning-Verfahren soll in Kombination mit einem darauf abgestimmten Protonenbeschleuniger die hoch präzise Bestrahlungstechnik auch bei Tumoren, die sich während der Bestrahlung bewegen, möglich machen, beispielsweise bei der Behandlung von Lungen- oder Brustkrebs.