01. März 2015

Eigene Standorte im Ausland ermöglichen wissenschaftliche Wertschöpfung für den ETH-Bereich und haben positive Effekte sowohl für die Schweiz als auch für das jeweilige Partnerland.

Die ETH Zürich und die EPFL gehören zu den Universitäten mit weltweit grösstem Internationalisierungsgrad  und sind seit ihrer Gründung global ausgerichtete Forschungsuniversitäten. Als global tätige Universitäten sind sie – gemeinsam mit den anderen Institutionen des ETH-Bereichs – Drehscheiben für Bildung, Forschung und Innovation und darüber hinaus ein Aushängeschild für die Schweiz. Sie helfen der Schweiz, als weltweit führende Kraft anerkannt zu werden. Sie denken und handeln global und entfalten ihre Wirkung sowohl lokal als auch global.

Die Niederlassungen und die entsprechenden akademischen Programme und Aktivitäten der Institutionen des ETH-Bereichs erhöhen die weltweite Sichtbarkeit des Schweizer Hochschulbereichs, des Berufsbildungs- und Weiterbildungssystems sowie der Forschungs- und Innovationsfähigkeit. Sie unterstreichen den Status der Schweiz als eines der wettbewerbsfähigsten Länder der Welt. Die Niederlassungen stehen im Einklang mit den Prioritäten und Zielen der Schweizer BFI-Strategie und fördern zahlreiche ihrer Ziele.

Im Hinblick auf die langfristige Etablierung und Finanzierung von Standorten der Institutionen des ETH-Bereichs im Ausland entwickelte der ETH-Rat gemeinsam mit den Institutionen eine «Internationale Strategie für den ETH-Bereich». Im Zentrum steht für den ETH-Rat eine systematische und objektive Beurteilung der Entwicklung bestehender und der Schaffung allfälliger neuer Standorte, ihres wissenschaftlichen Mehrwerts sowie ihres Nutzens für den ETH-Bereich und für die Schweiz. Er hat dazu eine Anzahl bei seiner Entscheidung zu berücksichtigender Evaluationspunkte festgelegt:

  • Kompatibilität mit der strategischen Ausrichtung des ETH-Bereichs und den globalen Herausforderungen;
  • Mehrwert für den ETH-Bereich und für die Schweiz;
  • Nutzen der internationalen Forschungskooperation;
  • Kompatibilität der Kooperation mit der Kultur und dem politischen System des Partnerlandes (inkl. Achtung der Menschenrechte);
  • Zweck und mögliche Formen reziproker Engagements des Partnerlandes in der Schweiz.