Die ETH Zürich und die Empa schaffen weitere gemeinsame Professuren, um die Kombination von Lehre und Ausbildung mit angewandter Forschung und Technologietransfer zu fördern.

Im Windkanal modellierte Luftströmung um ein Gebäude: Die Farben sind proportional zur Windgeschwindigkeit. Bild: Empa

Ein bewährtes Konzept: Lehre und Studierendenausbildung an der ETH Zürich, Forschung an der Empa. Die Rede ist von gemeinsamen Professuren von Empa und ETH Zürich. Zwei Professoren an der ETH Zürich und Leiter eines Empa-Forschungslabors in Personalunion – Edoardo Mazza für Mechanik, Jan Carmeliet für Building Physics – bekommen Gesellschaft: Im Mai 2010 wurde Jing Wang von der University of Minnesota zum ETHProfessor für Industrieökologie und Luftreinhaltung ernannt. Jing Wangs Forschungsschwerpunkte liegen in der Entwicklung von Instrumenten, mit denen sich das Verhalten von Nanopartikeln in strömenden Medien wie Luft untersuchen lässt, sowie im Engineering und in effizienten Abreinigungstechniken für diese winzigen Partikel. Obwohl die gemeinsam finanzierten Professuren organisatorischen und logistischen Aufwand mit sich bringen, bieten sie erhebliche Vorteile, für Jan Carmeliet nichts weniger als «das Beste aus beiden Welten»: einerseits durch die Empa einen starken Fokus auf angewandte Forschung und Technologietransfer sowie erstklassige Forschungseinrichtungen – wie ein im September 2010 in Betrieb genommener Windkanal, mit dem sich das Klima in Städten simulieren lässt –, andererseits über die ETH Zürich Zugang zu motivierten Studierenden und Nachwuchsforschenden, die wiederum in Lehre und Ausbildung vom Praxisbezug der Empa profitieren. Bereits läuft das Berufungsverfahren für eine gemeinsam finanzierte Professur zum Thema Holz; eine weitere Professur zum Thema Advanced Inorganic Materials (Batterien) ist ausgeschrieben.