01. Dezember 2011
Um den Frauenanteil im ETH-Bereich zu erhöhen, wird auch das Interesse der Mädchen an den MINT-Fächern gefördert. Zum Beispiel mit dem Programm «Les sciences, ça m’intéresse!» der EPFL.

Die beiden ETH und die vier Forschungsanstalten des ETH-Bereichs haben die Frauenförderung seit langem institutionalisiert. Zu den Kernelementen der Frauenförderungsstrategie des ETH-Rats 2008–2011 haben sie ein breites Angebot erarbeitet – von Richtlinien für Berufungen über Mentoringprogramme für Doktorandinnen bis zu Kindertagesstätten. Besonders erwähnenswert sind ausserdem folgende Initiativen:

Die ETH Zürich betreibt seit 2009 ein Gender-Monitoring. Anhand der Daten lässt sich konkret aufzeigen, wo in Bezug auf die Vorgaben des ETH-Rats noch Massnahmen erforderlich sind.

Die EPFL setzt einen Schwerpunkt bereits bei den Schülerinnen. Die auch von Privaten gesponserte Initiative «Les sciences, ça m’intéresse!», die Mädchen für die MINT-Fächer begeistert, stösst auf ein sehr grosses Interesse in der Öffentlichkeit.

Das PSI hat sich mit dem Programm «Rückkehr in die Berufstätigkeit» verpflichtet, jungen, motivierten Wissenschafterinnen, die nach
einer familienbedingten Pause den Wiedereinstieg suchen, gezielte Einarbeitungs- und Qualifikationsmöglichkeiten für anspruchsvolle Aufgabenbereiche anzubieten.

Die WSL betreibt spezielle Karriereförderung für PhD- und Postdoc-Absolventinnen, um kompetenten Frauen gleichwertige Berufschancen zu ermöglichen.

Die Empa lässt ihr vielfältiges Angebot zur Frauenförderung regelmässig von der externen Fachstelle «UND – Familien- und Erwerbsarbeit für Männer und Frauen» prüfen, um weitere adäquate Massnahmen ergreifen zu können.

Die Eawag hat einen relativ hohen Frauenanteil bis zur Führungsstufe. Um diesen zu erhalten und weiter zu verbessern, fördert sie mit verschiedenen Massnahmen die Rekrutierung von Frauen für Tenure-Track-Stellen.